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Nidarosdom in Trondheim

(c) Pixabay

 

Pferde-Urin für den Nidarosdom

Wie das NRK berichtet, tauchte neulich in einer lokalen Facebook-Gruppe in Trondheim eine ungewöhnliche Anfrage auf.
Für die Restaurierungsarbeiten am Nidarosdom werden fünf Liter Pferde-Urin benötigt.
Der Königseingang des Nidarosdom wird seit elf Jahren ausgebessert. Nun ist das Kupferdach fertig, und die Restauratoren hätten es gerne, dass es so bald wie möglich in seinem charakteristischen Grün erscheint. Kupfer wird oft von selbst grün, aber das kann bis zu fünf Jahren dauern. Manchmal bildet sich aber auch auf seiner Oberfläche durch einfache Oxidation eine bräunliche Patina, die weitere chemische Prozesse verhindert. Deshalb muss der Bildung dieser Schutzschicht vorgebeugt werden.
Versuche, mit Salmiak, Essigsäure, Kochsalz, Weinessig und Urin den gewünschten Zustand zu erreichen, haben ergeben, dass sich eine Mischung aus Pferde-Urin, Salzsäure, Tapetenleim und Sägespänen am besten dazu eignet. Der Kleister bindet den Urin ans Dach und die Sägespäne halten es feucht. Stickstoff aus dem Urin bindet sich an das Kupfer und bildet mit ihm einen Komplex, der die Oxidation verhindert.
Es hat sich auch schon ein geeignetes Pferd für die Urinproduktion gefunden: „Norek“, ein pensioniertes Sportreitpferd, uriniert zu festen Zeiten und das vorzugsweise im Stall. So kann die begehrte Flüssigkeit gut aufgefangen werden.
Damit kann auch das letzte Kapitel der Restaurierung des Königseingangs abgeschlossen werden.

 

 

 

Fähre in Norwegen

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Fjordline führt Treibstoffzuschläge ab 18.03.2022 ein.

Es wird dabei eine Staffelung nach Fahrstrecken, Personen- und Fahrzeugtransport geben.
Man hofft, dass diese Maßnahme von kurzer Dauer sein werde.

Die Pressemeldung von Fjor Line findet Ihr hier.

 

 

 

Alkohol in einer Bar

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Getränke, die mehr als 4,75 Volumenprozent Alkohol enthalten, bekommt man in Norwegen (außer in bestimmten Restaurants und Bars) nur im „Vinmonopol“, einer Reihe eigens dafür eingerichteter Läden; anderen Stätten ist nur der Verkauf von Getränken mit weniger Alkohol erlaubt – und das nicht einmal während der gesamten Öffnungszeiten.
Diese staatliche Ladenkette, die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, gibt es jetzt seit 100 Jahren. Hier die Geschichte dieser für uns ungewöhnlichen Einrichtung:
Möglicherweise ist es die lange winterliche Dunkelheit in Nordeuropa, die schon immer dafür sorgte, dass sich die dort lebenden Menschen diese Situation durch Alkoholkonsum „aufhellen“ wollten. Überlieferungen zufolge waren im 19. Jahrhundert alkoholische Getränke keineswegs Genuss-, sondern ausschließlich Rauschmittel.
Im Jahr 1887 veröffentlichte Sven Aarrestadt, einflussreiches Mitglied der wenige Jahre zuvor gegründeten Abstinenzlerbewegung, sein erstes Buch mit dem Titel „Kom og hjelp oss“ (Komm und hilf uns); weitere Schriften zu diesem Thema mit dem Ziel, ganz Norwegen „trocken zu legen“, folgten. Mit seinen Bemühungen erreichte er, dass 1917 landesweit kein Wein mehr mit mehr als 12 % Alkohol verkauft werden durfte. Von Seiten der Importländer kam es daraufhin zu Handelsboykotten: Portugal sperrte seine Häfen für norwegische Schiffe, Frankreich und Spanien verlangten für norwegischen Fisch so hohe Zölle, dass er dort praktisch unverkäuflich wurde.

Gletscher in Norwegen -Svartisen

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Seit der letzten Messung im Jahr 2006 sind in Norwegen 364 Quadratkilometer Gletscherfläche verschwunden; das entspricht etwa 50 000 Fußballfeldern oder der Größe des Mjösa-Sees, dem größten See des Landes. Insgesamt ist ihre Fläche um 14% zurückgegangen. Das erste Mal registrierte das NVE (Norges Vassdrag- og Energidirektorat), dass Gletscher ganz verschwunden sind: es sind inzwischen 20 weniger.
Seit dem Jahr 2000 steigt die Geschwindigkeit des Abschmelzens immer mehr. So hatte der Breifonn, der einzige Gletscher in Rogaland, im Jahr 1981 noch eine Fläche von 2,6 Quadratkilometer, 2006 nur noch die Hälfte, nun ist er ganz weg.
Im Land sind 350 neue Gletscherseen entstanden. Diese enthalten enorme Wassermengen, die teilweise noch von Eismassen eingedämmt werden. Brechen diese weg, können riesige Überschwemmungen, bekannt als „Gletscherläufe“, für die umliegende Bevölkerung zur großen Gefahr werden.
Die Gletscher schmelzen aber nicht nur in Norwegen. Es gibt auf der Erde ca. 200 000 Gletscher; mit wenigen Ausnahmen werden auch die immer schneller immer weniger, weil die Temperaturen steigen. Wie die Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht hat, haben alle Gletscher im Lauf der letzten 20 Jahre zusammen ca. 270 Millionen Tonnen Eis verloren. Deren Schmelzwasser machten die Hälfte des Anstiegs der Meeresoberfläche aus; zurzeit steigt sie um ca. 3,5 Millimeter im Jahr.

Quelle:
https://www.nrk.no/norge/20-isbreer-i-norge-er-na-borte-1.15846004

 

 

fastelavens

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Fastelavn

Dieses Wort ist in ähnlicher Form auch manchen Gegenden Deutschlands bekannt und wird dort mit „Fasching“ oder „Karneval“ gleichgesetzt.
In Norwegen war es ursprünglich die Bezeichnung für den Abend vor der vorösterlichen Fastenzeit, die am „askeonsdag“, dem Aschermittwoch beginnt. Heutzutage wird dieses Fest am Sonntag vorher begangen und oft auf die beiden folgenden Tage ausgedehnt, den „blåmandag*“ und den „fetetirsdag**“. Das Wort soll sich aus dem (platt)deutschen „vastel-avent“ = „Fastenabend“ (der Abend vor dem Fasten) entwickelt haben. Traditionsgemäß wird in den Bäckereien am „bollesøndag“ Hefegebäck angeboten, das mit Schlagsahne oder Vanillecreme gefüllt und mit Puderzucker betreut ist – und unseren Faschingskrapfen sehr ähnlich sieht.
Die Traditionen um fastelavn haben in Norwegen lang zurückreichende Wurzeln und sich mehrere Mal im Lauf der Geschichte stark verändert. Ein alter Brauch ist es immer noch, Birkenreiser zusammenzubinden und mit bunten Federn zu schmücken. Heutzutage werden diese als Dekoration verwendet; sie entstammen aber einem alten heidnischen Brauch: junge kinderlose Hausfrauen wurden damit geschlagen um sie „fruchtbar“ zu machen.
*“Blauer Montag“
Die Herkunft dieses Namens ist unklar. Eine Erklärung ist, dass die liturgische Farbe Violett für die Fastenzeit vielen Gemeinden zu teuer war und sie deshalb den Altar mit einem (billigeren) blauen Tuch bedeckten.
**„fete“ bedeutet „mästen“
D.h., an diesem letzten Tag (Dienstag) vor der Fastenzeit wurde so viel gegessen wie nur möglich war.

Auf unserer Seite ist ein original Rezept der Firma Tine hier zu finden.

Es ist auch als PDF-Download hier verfügbar...

 

 

Kinder, Familie

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Noch nie sind in Norwegen so viele Kinder geboren worden wie im Jahr 2021: Mit 13690 Neubürgern waren es allein im ersten Quartal 2021 700 mehr als im Jahr vorher und damit 3000 mehr als im langjährigen Durchschnitt. Bei den beliebtesten Namen für sie hat sich aber nicht viel geändert.
2012 war zum ersten Mal der häufigste Name für den Mädchen Nora. 2021 lag er mit 409 Neugeborenen an der Spitze und gewann wieder die jahrelange Konkurrenz mit Emma (369). Seit der Jahrtausendwende ist er der am meisten gewählte Name. Die weiteren vorderen Plätze nahmen ein: Sofie, Olivia, Ella, Sofia, Maja/Maia/Maya, Leah, Frida und Ingrid.
402 Jungen erhielten im letzten Jahr den Namen Noa(h), der damit zum ersten Mal auf Platz 1 kam. Oskar schoss mit 370 vom Platz 10 auf Platz 2 vor, dicht gefolgt von Oliver, Lucas, Isak, Aksel, Emil, Filip, Jakob und William.