Gronover - Daenische Schuld

Gitte Madsen hat sich in ihrer neuen Heimat im kleinen Ort Marielyt auf der Insel Falster gut eingelebt. Sie kommt mit ihrem Beruf als Bestatterin gut zurecht, nur scheint sie auf unerklärliche Weise Verbrechen mit Toten geradezu anzuziehen.
Bei einem Besuch in einem Restaurant fällt plötzlich ein Gast tot vom Stuhl. Und es sind nicht die soeben gegessenen Pilze, die ihn getötet haben. Das Gift muss ihm jemand absichtlich verabreicht haben. Und Gitte steckt natürlich ihre Nase tief hinein in den Fall. Ihre natürliche Neugierde gepaart mit einer gehörigen Abenteuerlust bringen sie dabei wieder einmal in Schwierigkeiten. Sie geht der Sache auf den Grund, was dem „Dorfpolizisten“ Ole, mit dem sie mittlerweile mehr als nur Freundschaft verbindet, natürlich gar nicht gefällt…

Gleichzeitig machen auch ihre Recherchen über ihren verschollenen Vater Fortschritte und Gitte findet unerwarteter Weise eine neue Familie. Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter nimmt eine nicht so erwartete Wendung.
Dies ist ein gut erzählter, nicht blutrünstiger Krimi. Er unterhält auf angenehme Weise und ist als Urlaubslektüre geradezu ideal. Die Kenntnis des ersten Krimis um Gitte Madsen: „Ein dänisches Verbrechen“ ist empfehlenswert, da es hier um die Hintergründe Gittes geht, nach Dänemark auszuwandern, aber nicht unbedingt notwendig. Man kann der Handlung auch so gut folgen. Empfehlenswert!

Frida Gronover, geb. 1969 in Hamm, hat Diplom-Pädagogik und Kunsttherapie studiert. Die Sommer ihrer Kindheit hat sie auf der dänischen Insel Falster verbracht, daher kommt die Verbundenheit. Der erste Roman um Gitte Madsen: „Ein dänisches Verbrechen“ ist auch in der „Nordischen Bücherwelt“ besprochen.

Rezension: Angelika Steinhäuser

Frida Gronover
Dänische Schuld
Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2020, 367 Seiten
ISBN 978-3-548-06078-1
Preis: € 9,99