
Die Bienenfrau
In einer Kurve fährt ein Auto gegen eine Felswand. Die Fahrerin kommt ums Leben. Zunächst glaubt die Polizei an einen Unfall, doch Kommissarin Vigdis Malmstrøm kommen Zweifel. Je mehr Leute aus dem Umfeld sie befragt, umso mehr festigt sich der Gedanke: es war kein Unfall. Hier und da wurden Beobachtungen gemacht, die in eine andere Richtung weisen. Und dann kommt noch der Verdacht auf, dass die 19 jährige Iris, die vor zwei Jahren spurlos verschwand, auch einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei.
Und dann ist da noch die unscheinbare „Bienenfrau“, die seltsame Äußerungen von sich gibt. Sie wohnt bei Brüdern, die Autos verschieben und auch sonst keinen sehr guten Ruf haben. Und sie hat den „Unfall“ beobachtet, stellt ihre eigenen seltsamen Vermutungen an. Sie erweist sich nicht als das unschuldige Mädchen, als welches sie sich darstellt.
Vigdis lässt sich nicht unterkriegen, folgt verbissen allen Spuren….
Dieser neue Krimi fällt durch seinen ungewöhnlichen Stil auf. Die Berichte wechseln miteinander ab. Die „Bienenfrau“ berichtet in der Ich Form, das Geschehen wird aus ihrer persönlichen Sichtweise erzählt. Abwechselnd damit werden die Ermittlungen von Vigdis und ihren Kollegen geschildert. Vigdis ist sehr genau, sie beobachtet präzise, und ist nicht immer der Meinung ihrer Kollegen. Und natürlich hat auch sie ein kompliziertes Privatleben.
Aber wir haben hier einen gut lesbaren, spannenden Krimi in ungewöhnlichem Gewand. Empfehlenswert!
Eva Fretheim, geb. 1967, lebt heute in Moss in der Nähe von Oslo und arbeitet als Journalistin. Für ihr Krimidebüt „Die Bienenfrau“ wurde sie mit dem Maurits Hansen Award ausgezeichnet. Im Dezember 2026 erscheint der zweite Band „Der Vogelkönig“
Rezension: Angelika Steinhäuser
Eva Fretheim
Die Bienenfrau
Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein und Stefan Pluschkat
Titel des norwegischen Originals: „Dronningland“
Rowohlt Verlag GmbH Hamburg 2026, 282 Seiten
ISBN 978-3-499-01933-3
Preis: € 18,00
E-book: ISBN 978- 3- 644-02623-0
Preis: € 4,99
