100 Christensen Magnet

Eine Liebesgeschichte mit Beginn in der 1970er Jahren: Jokum Jokumsen lebt in einem Studentenwohnheim Wand an Wand mit Synne Sager, dem Objekt seiner Liebe. Jokum zieht alle Register, um mit ihr in Kontakt zu kommen…

Die beiden Protagonisten sind recht unterschiedlich: Jokum hadert mit seinem Aussehen und seinem Namen, er studiert Literaturwissenschaft und steht den neuen Errungenschaften wie Rockmusik oder Jazz sehr kritisch gegenüber. Synne studiert Kunstgeschichte, ist Vegetarierin und mit sich selbst im Reinen. Entgegen aller Erwartungen lässt sich jedoch Synne mit ihm ein. Er stellt sie seinen Eltern vor, sie beginnen ein gemeinsames Leben. Er findet Erfüllung in der Fotografie und Synne wird seine Kuratorin. Trotzdem ist ihr gemeinsames Lebens von viele Höhen und Tiefen durchdrungen, aber sie hängen aneinander wie ein Magnet…

In diesem großen Roman zeichnet Christensen nicht nur ein farbiges Bild der Zeit, sondern auch eine vielschichtige Liebesgeschichte mit allen Facetten, die das Leben so bietet. Ein literarisch anspruchsvoller Roman der eine Menge Allgemeinwissen voraussetzt und dem Leser schon ein wenig Durchhaltevermögen abverlangt. Für Literatur Fans!

Lars Saabye Christensen, geb. 1953 in Oslo, ist einer der bedeutendsten, norwegischen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet. Siehe an dieser Stelle auch die Rezensionen zu: „Der Halbbruder“, „Die ungewöhnlichen Ticks den Herrn Hval“ und „Der Sommer, in dem meine Mutter zum Mond fliegen wollte“.

Rezension: Angelika Steinhäuser

Lars Saabye Christensen
Magnet
Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt
Titel des norwegischen Originals: „Magnet“
Btb Verlag, in der Verlagsgruppe Random House GmbH München 2018, 956 Seiten
ISBN 978 3 442 75699 5
Preis: € 28,00