Lunde - Als die Welt stehen blieb

Als am 12. März 2020 in Norwegen der Corona bedingte Lock Down begann, hat sich für die Menschen die Welt verändert.
Auch das gewohnte Leben von Maja Lunde wird von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Daher beschließt sie, über diese Tage, die Tage vom 12. bis 29. März, zu berichten. Und daraus ist ein Bericht geworden, den sehr viele Menschen gut nachvollziehen können, weil sie es selbst erlebt haben. „Home schooling“ für drei Kinder, gepaart mit den üblichen Schwierigkeiten mit Heranwachsenden. Probleme die entstehen, wenn auf einmal die Partner den lieben langen Tag zusammen sein müssen. Trauer, die sich festsetzt, weil man die alten Eltern nicht mehr besuchen soll. Und eigene Gedanken darüber, wie man jetzt den Tag gestaltet, was man tun oder anders machen sollte, damit die Zeit genutzt wird und nicht unnütz verstreicht.
Und es wäre nicht ein Buch von Maja Lunde, wenn sie nicht gleichzeitig auch auf weltweite Probleme eingehen würde. Wenngleich diese Themen nur in einzelnen Episoden gestreift werden.

Vielleicht hilft dieser Roman uns, mit den Schwierigkeiten dieser Zeit besser umzugehen. Denn man merkt: allen geht es so, nicht nur mir, und auch andere Menschen müssen mit diesen Problemen fertig werden. Daher empfehlenswert.

Maja Lunde, geb 1975 in Oslo hat mit dem Titel „Die Geschichte der Bienen“ den ersten Teil eines literarischen Klima-Quartetts begonnen. Es folgten „Die Geschichte des Wassers“ und „Die letzten ihrer Art“. Die Bücher wurden bereits in 30 Länder verkauft und mit dem norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.
Eine Rezension von „Die Geschichte der Bienen“ finden Sie hier in der Nordischen Bücherwelt.

Rezension: Angelika Steinhäuser

Maja Lunde
Als die Welt stehen blieb
Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
Titel des norwegischen Originals: „De første dagene“
Btb Verlag, in der Verlagsgruppe Random House GmbH München 2020, 224 Seiten
ISBN 978-3-442-77097-7
Preis: € 16,00