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Die DNF wird 30!

Am 3. März 1988 wurde die Deutsch-Norwegische Freundschaftsgesellschaft in Essen gegründet. Drei Jahrzehnte, in denen beide Länder dramatische gesellschaftliche Veränderungen durchgemacht haben, sind seither vergangen. Geblieben ist der Gedanke eines freundschaftlichen Miteinanders der Menschen.

Aus Anlass dieses Jubiläums wird es im Laufe des Jahres 2018 eine zentrale Feier und in verschiedenen Teilen Deutschlands mehrere regionale Veranstaltungen geben.

Den Anfang macht die Regionalgruppe Franken/Oberpfalz am 24. Februar, in Anwesenheit von Presse und anderen Medien, im Kulturzentrum „Südpunkt“ in Nürnberg mit einem bunten Mosaik von Darbietungen und Präsentationen:

 

Südpunkt Marktstand 1

(Foto: Klaus Hofmann)

Bibliothek, 14.00 Uhr: Eröffnung der Veranstaltung - Festrede MdL Stefan Schuster - Ehrung langjähriger Mitglieder

Foyer und Bistro, 14.30 Uhr – 18.30 Uhr: „Marktplatz“
Fotoausstellung, Informationen aus erster Hand über Norwegen, über die DNF, Köstlichkeiten, (skandinavische) Literatur, Tombola mit schönen Gewinnen, Souvenirs,...

Bibliothek, 15.00 Uhr - 15.45 Uhr: „Norwegen vor 40 Jahren“
Anton und Marianne Kuhn haben von ihren Reisen nach Norwegen schon seit Mitte der 1970er Jahre viele Bilder mitgebracht. In einer nostalgischen Diaschau lassen sie die „alten Zeiten“ auferstehen und zeigen ein völlig anderes Land als das heutige „reichste Land der Welt“.

Gelegenheit zum Besuch des Marktplatzes

16:00 Uhr - 16:45 Uhr: "Magie des Lichtes Teil 1"
Nordlichter ziehen die Menschen schon immer magisch in ihren Bann. Brigitte und Ralf Warnecke erklären in ihrem Vortrag nicht nur in welchen Regionen und unter welchen Voraussetzungen sie beobachtet werden können, sondern zeigen auch, wie jeder auf einer winterlichen Reise nach Norden mit der eigenen Kamera bestmögliche Nordlichtaufnahmen machen kann.

Gelegenheit zum Besuch des Marktplatzes

17:00 Uhr - 17.45 Uhr „Magie des Lichtes Teil 2“
Eine Fahrt mit Hurtigruten stellt zu jeder Zeit ein ganz besonderes Erlebnis dar und überrascht immer wieder mit neuen Eindrücken. Brigitte und Ralf Warnecke haben sich im Winter mit einem Postschiff der Hurtigrute auf den faszinierenden Weg entlang der norwegischen Küste gemacht und berichten in ihrem Multivisionsvortrag von einer so überraschend anderen Reise als zuvor erwartet: statt der Dunkelheit prägten ganz besondere Lichtstimmungen und atemberaubende Nordlichter diese Reise ... und waren Motivation genug für eine weitere Reise mit der Bahn über Kopenhagen und Stockholm nach Narvik und mit dem Bus weiter bis nach Tromsö.

Gelegenheit zum Besuch des Marktplatzes

ab 18:00 Uhr Möglichkeit für kleinen Abendimbiss im Bistro (Suppe zum Sonderpreis)

18:30 Uhr Marktplatz schließt

19.30 Uhr „ Mythen, Lieder und Lichter“ - Eine musikalische Nordlandreise
Begeben wir uns mit „Kapitän Johansens“ auf eine Nordmeer-Kreuzfahrt voller Melodien! Der Nürnberger André Sultan-Sade, künstlerischer Leiter des Metropoltheaters in Nürnberg, war 2017 viele Wochen als Kreuzfahrtdirektor auf der M.S. Astor auf einer Nordlandfahrt unterwegs. In seinem bunten, unterhaltsamen Programm zündet er ein phantasievolles musikalisches Feuerwerk seiner Eindrücke von Skandinavien.

Hier finden Sie das Programm als PDF

 

21. Dezember 2017


 

Die mystische Welt der Runen

Denkt man an die Welt der Wikinger, dann hat man das Bild eines rauhen und kriegerischen Volkes aus dem Norden Europas vor Augen. Das ist sicherlich nicht ganz falsch, oft ist diese sichtweise aber durch unsere heutige Interpretation und zum Teil der Fantasie geschuldet. Schon damals waren die Skandinavier ein Volk von Seefahrern und reisten weithin über die Meere. Dabei hinterließen sie auch Zeichen - oft waren dies kurze Grüße in ihrer Schriftform: den Runen!

Runenstein

(Foto: Arne List)

Die Runen sind eine sehr alte Schriftform, die vor allem von den Wikingern benutzt wurde. Die Entsprechung zu unserem heutigen Alphabet war dabei das Futhark, benannt nach den ersten paar Schriftzeichen ihrer sogenannten Runenreihe - der Aufzählung aller Runen.

An der Art, wie manche Runen geschrieben oder welche Runen überhaupt verwendet wurden, kann man recht genau das Alter und die Herkunft der Inschrift bestimmen. Spannenderweise gab es anfangs keine genauen Regeln, wie geschrieben wurde. In der Forschung ist deshalb manchmal die erste Frage, ob von links nach rechts oder von rechts nach links gelesen werden muss.

Oft wurden Runeninschriften zur Beschriftung von Grabsteinen oder für Wegmarkierungen und sogenannte Brückensteine benutzt. Es gibt allerdings auch Runensteine, auf denen Geschichten erzählt werden oder die erbliche Beziehungen innerhalb von Familien regeln. Im kulturhistorischen Museum in Oslo gibt es hiervon viele verschiedene Beispiele!

Einen großen Schub erhielt die Runenforschung, als 1955 ein altes Hafenhaus in Bergen abbrannte und in den Trümmern gut 670 Holzstäbchen gefunden wurden, die mit Runen beschriftet waren. Diese Stäbchen dienten offensichtlich als früher Vorgänger unserer heutigen SMS und die gefundenen Relikte sind zwischen den Dielen des Bodens hindurch gefallen. Wie viele weitere derartige Funde noch unter den Dielen in Bergen und anderen skandinavischen Städten schlummern, kann wohl keiner auch nur erahnen.

Die zwei wohl exotischsten Runeninschriften finden sich hingegen in der heutigen Türkei, in der heutigen Moschee Hagia Sophia in Istanbul. Dort haben sich zwei Wikinger verewigt. Zugegeben waren sie nicht sehr kreativ, denn sie schrieben mehr oder weniger einfach nur: "Ich habe diese Runen geschrieben."

04. Oktober 2017


 

Ein bisschen mehr Norwegen in Deutschland

Es ist ein ganz normaler Vorgang. Immer wieder werden Wörter, die sich in der deutschen Sprache etabliert haben, in den Duden aufgenommen. Dieser gilt nach wie vor als Leitbuch der deutschen Sprache und stellt ein Abbild der aktuellen Kultur wieder. Dieses Jahr hat es das Wort "Hygge" in den Duden geschafft. Et lite stykke norsk språk i Tyskland!

Hygge

 (Foto: Kjell Jøran Hansen)

Fragt man ein deutsch-norwegisches Wörterbuch, was Hygge bedeutet, dann stößt man schnell auf die Übersetzung "Gemütlichkeit". Denkt man sich etwas tiefer in die norwegische Sprache ein, dann kommt man langsam aber sicher der größeren Bedeutung auf die Spur. Schließlich bedeutet das zugehörige Adjektiv "hyggelig" auch deutlich mehr als einfach nur "gemütlich" und wird auch in viel mehr Kontexten gebraucht.

Norwegerinnen und Norweger tun sich schwer damit, eine konkrete Übersetzung zu finden. Und auch Norwegenkenner haben keine genaue Definition. Hygge bezeichnet ein ganzes Lebensgefühl, das neben Gemütlichkeit auch Freundlichkeit und Gelassenheit umfasst. Es beschreibt das gemeinsame Miteinander wie auch die Ruhe für einen selbst. Man muss Hygge wirklich erlebt haben, um es mit seinem ganzen Wortwert zu verstehen.

Mit der Aufnahme dieses Wortes in den Duden, kommt ein Stückchen Norwegen nach Deutschland. Darüber freuen wir uns sehr! Hjertelig velkommen!!

 

Lesenswert ist hierzu auch der Artikel der Süddeutschen Zeitung: Hier entlang!

08. August 2017


 

Fjorde in Norwegen

Nichts prägt das Bild Norwegens in der Welt mehr als die vielfältigen Fjorde, die sich entlang der gesamten Küste ihren Weg ins Landesinnere bahnen. Sie sind das Ziel zahlreicher Urlauber, bilden die Kulisse vieler Ausflüge der Hurtigruten und beeindrucken allein anhand der imposanten Zahlen, die mit ihnen verbunden sind.

Einige interessante Fakten haben wir dafür zusammengestellt.

Naeroyfjord

 (Nærøyfjord | Foto: David Schroeder)

Fast 1.200 Fjorde sind in Norwegen benannt und wohl kaum einer weiß zu sagen, wie viele kleine Fjorde und Nebenarme noch ohne Namen ihr Dasein fristen. Zwei davon, Geirangerfjord und Nærøyfjord stehen zudem auf der UNESCO-Welterbeliste.

Mit dem Varangerfjord an der Grenze zu Russland im Norden bis zum Ringdalsfjord an der Grenze zu Schweden im Süden prägen sie das Landschaftsbild der norwegischen Küste. Tief eingeschnitten zwischen steilen Felsen ziehen sie sich von der Küste ins Landesinnere. Der längste Fjord, der Sognefjord, tut dies auf ganzen 204 Kilometern.

Doch ziehen sie sich wirklich von der Küste ins Landesinnere? Ja und nein. Zwar sind die Fjorde auf Meereshöhe und unterscheiden sich hierdurch von Flussmündungen und fließen nicht, jedoch sind sie geschichtlich von Land her entstanden. Die riesigen Gletscher der Eiszeiten haben die tiefen Furchen, die heute die Fjorde bilden, in Jahrtausende dauernder Arbeit ausgeschürft.

Diese unheimlich große Kraft, die dies bewirkt hat, erklärt auch die Tiefe der Fjorde. So ist der Sognefjord nicht nur der längste, sondern auch der tiefste Fjord des Landes. Gut 1.303 Meter ist er an der tiefsten Stelle tief.

Fjorde wie in Norwegen gibt es in dieser Weise sonst eigentlich nur in Neuseeland. Zwar wird der deutsche Begriff "Förde" in den skandinavischen Sprachen oft mit "Fjord" übersetzt, jedoch handelt es sich in der Entstehungsgeschichte um ein anderes Phänomen. Hier haben sich die Gletscher von See her ins Landesinnere geschoben. Die unterschiedliche Entstehung erklärt auch das unterschiedliche Erscheinungsbild. Beides für sich schön und dennoch so verschieden!

13. Juli 2017


 


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