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Nichts prägt das Bild Norwegens in der Welt mehr als die vielfältigen Fjorde, die sich entlang der gesamten Küste ihren Weg ins Landesinnere bahnen. Sie sind das Ziel zahlreicher Urlauber, bilden die Kulisse vieler Ausflüge der Hurtigruten und beeindrucken allein anhand der imposanten Zahlen, die mit ihnen verbunden sind.

Einige interessante Fakten haben wir dafür zusammengestellt.

Naeroyfjord

 (Nærøyfjord | Foto: David Schroeder)

Fast 1.200 Fjorde sind in Norwegen benannt und wohl kaum einer weiß zu sagen, wie viele kleine Fjorde und Nebenarme noch ohne Namen ihr Dasein fristen. Zwei davon, Geirangerfjord und Nærøyfjord stehen zudem auf der UNESCO-Welterbeliste.

Mit dem Varangerfjord an der Grenze zu Russland im Norden bis zum Ringdalsfjord an der Grenze zu Schweden im Süden prägen sie das Landschaftsbild der norwegischen Küste. Tief eingeschnitten zwischen steilen Felsen ziehen sie sich von der Küste ins Landesinnere. Der längste Fjord, der Sognefjord, tut dies auf ganzen 204 Kilometern.

Doch ziehen sie sich wirklich von der Küste ins Landesinnere? Ja und nein. Zwar sind die Fjorde auf Meereshöhe und unterscheiden sich hierdurch von Flussmündungen und fließen nicht, jedoch sind sie geschichtlich von Land her entstanden. Die riesigen Gletscher der Eiszeiten haben die tiefen Furchen, die heute die Fjorde bilden, in Jahrtausende dauernder Arbeit ausgeschürft.

Diese unheimlich große Kraft, die dies bewirkt hat, erklärt auch die Tiefe der Fjorde. So ist der Sognefjord nicht nur der längste, sondern auch der tiefste Fjord des Landes. Gut 1.303 Meter ist er an der tiefsten Stelle tief.

Fjorde wie in Norwegen gibt es in dieser Weise sonst eigentlich nur in Neuseeland. Zwar wird der deutsche Begriff "Förde" in den skandinavischen Sprachen oft mit "Fjord" übersetzt, jedoch handelt es sich in der Entstehungsgeschichte um ein anderes Phänomen. Hier haben sich die Gletscher von See her ins Landesinnere geschoben. Die unterschiedliche Entstehung erklärt auch das unterschiedliche Erscheinungsbild. Beides für sich schön und dennoch so verschieden!

13. Juli 2017


 

Viele sehen im hohen Norden eine dunkle und kalte Gegend. Doch gerade in den Sommermonaten ist es nicht nur durchaus warm in Skandinavien, sondern die Sonne scheint vielerorts 24 Stunden. Gerade jetzt hat die Mitternachtssonne den Norden Norwegens wieder fest im Griff. Ein Spektakel für die Sinne!

Mitternachtssonne

(Bild: Flickr | Brainbitch)

Nördlich vom Polarkreis kann man das Phänomen der Mitternachtssonne bewundern. Jedes Jahr im Sommer verschwindet die Sonne für einige Zeit nicht hinter dem Horizont, sondern bleibt auch in der Nacht sichtbar. Umgekehrt taucht sie dafür im Winter, in der Polarnacht, oft für längere Zeit gar nicht mehr auf.

Am Nordpol und am Südpol sind Polartag und Polarnacht beide ein halbes Jahr lang. Auf ein halbes Jahr Sonne folgt ohne Übergang ein halbes Jahr Nacht. Dazwischen gibt es viele Facetten:

  • in Longyearbyen auf Svalbard bleibt die Sonne zwischen dem 18. April und 24. August über dem Horizont
  • am Nordkap geht sie vom 11. Mai bis 31. Juli nicht unter
  • und auch noch in Bodø bleibt sie vom 31. Mai bis zum 12. Juli über dem Horizont

26. Juni 2017


 

Am 17. Mai 1814 wurde in Eidsvoll im Fylke Akershus die norwegische Verfassung beschlossen. Bis heute ist sie in Kraft und somit eine der am längsten kontinuierlich geltenden Grundgesetze. Seit 1836 wird dieser Tag jährlich als Nationalfeiertag mit vielen Festivitäten und Umzügen im ganzen Land begangen.

17 Mai

(Foto: Morten Brakestad/Stortinget)

Es ist ein Tag der Freiheit und der Demokratie. Die bunte Vielfalt wird auch durch die norwegischen Trachten deutlich, die von den allermeisten an diesem Tag getragen wird. Besonders für die Kinder ist es ein großartiges Fest! Neben dem Kinderumzug gibt es viele Spiele, große Portionen Eiskrem und natürlich zahllose Fahnen für Groß und Klein.

Jede und jeder zeigt sich von seiner besten Seite. Es wird am Umzug teilgenommen, gesungen und getanzt. Man feiert den König und die gesamte Königsfamilie, die vom Balkon des Schlosses dem Fahnenmeer zuwinkt.

Man feiert sich selbst.

Man feiert Norwegen!

17. Mai 2017


 

"Rettet die Rentiere", unter diesem Motto kündigte das norwegische Landwirtschaftsministerium die Abschussfreigabe für mehr als 2.000 Rentiere an, wie die dpa berichtete. Grund dafür ist eine schwere Gehirnerkrankung, die bei mehreren Rentieren und Elchen festgestellt wurde und durch die nun ergriffenen Maßnahmen an der Ausdehnung gehindert werden soll.

Rentiere

Es war ein Schock für Norwegen, dass sich die bisher nur in Nordamerika in Südkorea vorkommende Hirnkrankheit nun auch auf europäischem Boden aufgetreten ist. Chronic wasting disease -kurz CWD- heißt diese Krankheit, die der BSE-Erkrankung bei Rindern sehr ähnlich ist; beides sind Prionenerkrankungen.

Bereits im April 2016 wurde erstmals CWD bei einem Rentier in den Bergen zwischen Hemsedal und Lærdal festgestellt. Als Konsequenz wurden seitdem mehr als 11.000 Proben bei Rentieren, Elchen und anderem Rotwild entnommen. Die Bilanz: die unheilbare Krankheit wurde bei zwei weiteren Rentieren im Nordfjella und zwei Elchen in Sørtrøndelag festgestellt, womit die Gesamtzahl der Fälle auf fünf Anstieg.

Die einzige Möglichkeit, effektiv und nachhaltig gegen diese Krankheit vorzugehen, ist der Abschuss der gesamten Herde. Doch dieses Unterfangen ist wegen der großen und sich überschneidenden Gebiete keine leichte Aufgabe. Mit der Abschussfreigabe von rund 2.200 Rentieren in den Bergen zwischen Oslo und Bergen hofft das norwegische Landwirtschaftsministerium einen Fuß in die Tür zu kriegen und so die gesunden Rentiere vor einer Ansteckung zu schützen.

10. Mai 2017


 


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