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Das neue Nationalmuseum

Am 11. Juni eröffnet nach mehrjähriger Bauzeit das neue Nationalmuseum in Oslo.
Es wurde vom deutschen Architekturbüro Kleihues + Schuwerk geplant, mit Klaus Schuwerk als maßgeblichem Ausführenden. Bei der Gestaltung hatte er im Wesentlichen zwei Ziele. Einerseits wollte er ein Bauwerk schaffen, das im Stadtbild auffällt und damit das Nationalmuseum als wichtige Kultureinrichtung kennzeichnet, andererseits sollte es nicht mit dem Rathaus, der Festung Akerhus oder dem denkmalgeschützten Bahnhof der Vestbahn konkurrieren. Die einfache Form sollte zudem Wertigkeit ausstrahlen, gleichzeitig aber auch die Mannigfaltigkeit im Anblick der Umgebung verstärken.
Die Fläche des Gebäudes umfasst 54 500 Quadratmeter. Auf drei oberirdische Stockwerke und ein unterirdisches verteilt liegen im vorderen Teil die Räume für die Besucher. Diese finden unter anderem neben einer Ausstellungsfläche von 13000 Quadratmeter einen Vortragssaal vor, eine große Bibliothek, die Dachterrasse, mehrere Restaurants, eine Boutique, Garderoben und Toiletten.
Der hintere Teil ist fünf Etagen hoch und beherbergt u.a. Magazine, Werkstätten und Büros.
Mehr dazu:

Weitere Informationen auf Englisch hier...

 

 

Sechs lebende Generationen in einer Familie

Als sich die Familie zur Taufe des kleinen Adrian Bostad in Hattfjelldal (Nordland) trafen, waren sechs Generationen anwesend:
Haldis Lamo, geb. im Oktober 1922, ist die Mutter von Solbjørg Hoff, geb. 1942. Deren Tochter Else Hoff, geb. 1960, hat den Sohn Eirik Hoff, geb. 1977. Sein Sohn Ivan Jonas Bostad, geb. 1995, ist der Vater des Täuflings Adrian, geb. 2021.
Jonny Lyngstad, Lokalhistoriker mit 50 Jahren Erfahrung in der Geschlechterforschung: „Vier Generationen kommen öfter vor, fünf schon selten, aber ich habe noch nie davon gehört, dass sich in einer Familie Mitglieder aus sechs Generationen treffen können.“
Magnus Haug von Statistischen Zentralbüro ergänzt: „Das kommt so selten vor, dass wir gar nicht genau sagen können, wie viele solche Fälle wir in Norwegen haben; sicherlich sind es weniger als zehn.“

 

 

Nidarosdom in Trondheim

(c) Pixabay

 

Pferde-Urin für den Nidarosdom

Wie das NRK berichtet, tauchte neulich in einer lokalen Facebook-Gruppe in Trondheim eine ungewöhnliche Anfrage auf.
Für die Restaurierungsarbeiten am Nidarosdom werden fünf Liter Pferde-Urin benötigt.
Der Königseingang des Nidarosdom wird seit elf Jahren ausgebessert. Nun ist das Kupferdach fertig, und die Restauratoren hätten es gerne, dass es so bald wie möglich in seinem charakteristischen Grün erscheint. Kupfer wird oft von selbst grün, aber das kann bis zu fünf Jahren dauern. Manchmal bildet sich aber auch auf seiner Oberfläche durch einfache Oxidation eine bräunliche Patina, die weitere chemische Prozesse verhindert. Deshalb muss der Bildung dieser Schutzschicht vorgebeugt werden.
Versuche, mit Salmiak, Essigsäure, Kochsalz, Weinessig und Urin den gewünschten Zustand zu erreichen, haben ergeben, dass sich eine Mischung aus Pferde-Urin, Salzsäure, Tapetenleim und Sägespänen am besten dazu eignet. Der Kleister bindet den Urin ans Dach und die Sägespäne halten es feucht. Stickstoff aus dem Urin bindet sich an das Kupfer und bildet mit ihm einen Komplex, der die Oxidation verhindert.
Es hat sich auch schon ein geeignetes Pferd für die Urinproduktion gefunden: „Norek“, ein pensioniertes Sportreitpferd, uriniert zu festen Zeiten und das vorzugsweise im Stall. So kann die begehrte Flüssigkeit gut aufgefangen werden.
Damit kann auch das letzte Kapitel der Restaurierung des Königseingangs abgeschlossen werden.

 

 

 

Fähre in Norwegen

(c) Pixabay

Fjordline führt Treibstoffzuschläge ab 18.03.2022 ein.

Es wird dabei eine Staffelung nach Fahrstrecken, Personen- und Fahrzeugtransport geben.
Man hofft, dass diese Maßnahme von kurzer Dauer sein werde.

Die Pressemeldung von Fjor Line findet Ihr hier.

 

 

 

Alkohol in einer Bar

(c) Pixabay

 

Getränke, die mehr als 4,75 Volumenprozent Alkohol enthalten, bekommt man in Norwegen (außer in bestimmten Restaurants und Bars) nur im „Vinmonopol“, einer Reihe eigens dafür eingerichteter Läden; anderen Stätten ist nur der Verkauf von Getränken mit weniger Alkohol erlaubt – und das nicht einmal während der gesamten Öffnungszeiten.
Diese staatliche Ladenkette, die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, gibt es jetzt seit 100 Jahren. Hier die Geschichte dieser für uns ungewöhnlichen Einrichtung:
Möglicherweise ist es die lange winterliche Dunkelheit in Nordeuropa, die schon immer dafür sorgte, dass sich die dort lebenden Menschen diese Situation durch Alkoholkonsum „aufhellen“ wollten. Überlieferungen zufolge waren im 19. Jahrhundert alkoholische Getränke keineswegs Genuss-, sondern ausschließlich Rauschmittel.
Im Jahr 1887 veröffentlichte Sven Aarrestadt, einflussreiches Mitglied der wenige Jahre zuvor gegründeten Abstinenzlerbewegung, sein erstes Buch mit dem Titel „Kom og hjelp oss“ (Komm und hilf uns); weitere Schriften zu diesem Thema mit dem Ziel, ganz Norwegen „trocken zu legen“, folgten. Mit seinen Bemühungen erreichte er, dass 1917 landesweit kein Wein mehr mit mehr als 12 % Alkohol verkauft werden durfte. Von Seiten der Importländer kam es daraufhin zu Handelsboykotten: Portugal sperrte seine Häfen für norwegische Schiffe, Frankreich und Spanien verlangten für norwegischen Fisch so hohe Zölle, dass er dort praktisch unverkäuflich wurde.

Gletscher in Norwegen -Svartisen

(c) Pixabay

 

Seit der letzten Messung im Jahr 2006 sind in Norwegen 364 Quadratkilometer Gletscherfläche verschwunden; das entspricht etwa 50 000 Fußballfeldern oder der Größe des Mjösa-Sees, dem größten See des Landes. Insgesamt ist ihre Fläche um 14% zurückgegangen. Das erste Mal registrierte das NVE (Norges Vassdrag- og Energidirektorat), dass Gletscher ganz verschwunden sind: es sind inzwischen 20 weniger.
Seit dem Jahr 2000 steigt die Geschwindigkeit des Abschmelzens immer mehr. So hatte der Breifonn, der einzige Gletscher in Rogaland, im Jahr 1981 noch eine Fläche von 2,6 Quadratkilometer, 2006 nur noch die Hälfte, nun ist er ganz weg.
Im Land sind 350 neue Gletscherseen entstanden. Diese enthalten enorme Wassermengen, die teilweise noch von Eismassen eingedämmt werden. Brechen diese weg, können riesige Überschwemmungen, bekannt als „Gletscherläufe“, für die umliegende Bevölkerung zur großen Gefahr werden.
Die Gletscher schmelzen aber nicht nur in Norwegen. Es gibt auf der Erde ca. 200 000 Gletscher; mit wenigen Ausnahmen werden auch die immer schneller immer weniger, weil die Temperaturen steigen. Wie die Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht hat, haben alle Gletscher im Lauf der letzten 20 Jahre zusammen ca. 270 Millionen Tonnen Eis verloren. Deren Schmelzwasser machten die Hälfte des Anstiegs der Meeresoberfläche aus; zurzeit steigt sie um ca. 3,5 Millimeter im Jahr.

Quelle:
https://www.nrk.no/norge/20-isbreer-i-norge-er-na-borte-1.15846004