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Wetterstation

 (c) Pixabay

Der Norwegenfreund steht, so er denn nach Norwegen fahren kann, vor der Frage: Wohin in diesem Jahr?

Vielleicht hilft ihm die folgende Übersicht des norwegischen Meteorologischen Institutes über die durchschnittlichen Wetterverhältnisse der letzten 15 Jahre in verschiedenen Landesteilen für die Entscheidung weiter (veröffentlicht am 13. Juni im NRK):

Niederschläge gibt es für gewöhnlich am meisten im Vestland mit 128 Millimeter, gefolgt von Agder mit 119. Am wenigsten regnet es im Nordnorwegenmit 72 Millimeter, im Østland sind es 95 Millimeter, in Tröndelag nur 90.
Am meisten Sonne ist im Sørland zu finden: In Grimstad scheint sie im Juli durchschnittlich 286 Stunden. Oslo kann noch mit 260 Stunen aufwarten, Tromsø mit 239. 10 Stunden weniger (229) hat Trondheim, Bergen liegt mit 218 Stunden am Ende dieser Skala. Im Sørland und Østland muss man allerdings auch mit den meisten Schauern, am ehesten an den Nachmittagen rechnen.
Aufgrund der langen Sonnenscheindauer zeigt im Østland auch die durchschnittliche Höchsttemperatur mit 25,2° den höchsten Wert. Das Vestland erreicht noch 24°, das Sørland 23,4°. Gleich dahinter liegt aber schon das Nordland mit 23,3°, während Trøndelag nur 22,9° erreicht.

 

 

 

 

 

Neugeborenes

 (c) Pixabay

In Deutschland wurden nach den Kontakt-, Ausgangs- und Versammlungseinschränkungen in der Zeit hoher Covid-19-Inzidenzen im Jahr 2021 mehr Kinder geboren als in vielen Jahren zuvor. Das gleiche Phänomen stellen jetzt auch die Norweger fest:

Nachdem 2020 die absolut wenigsten Geburten in einem Jahr registriert wurden, kamen im ersten Halbjahr im ganzen Land 27 471 Kinder zur Welt, das sind 1 157 (4,4 %) mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Allerdings unterscheiden sich dabei die einzelnen Regierungsbezirke (fylkene) deutlich voneinander. Während im Bereich Førde (ehemalige Fylke Sogno g Fjordane) die Anzahl der Geburten um 27% angestiegen ist und sich die Anzahl der Geburten im Lofoten-Krankenhaus fast verdoppelt hat, ist sie in der Finnmark um 7 % gefallen: auch in der neu gebildeten Fylke Innland ist sie um 6,2 % gefallen.

 

 

 

 

Nordkap Sonnenuntergang

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Nach jahrelangem Streit zwischen der Nordkap-Kommune und der Hotelkette Scandic hat ein Gericht Anfang Juli ein Urteil gefällt: Scandic ist nicht mehr berechtigt, von Touristen am Nordkap Gebühren für den Parkplatz zu erheben. Für Wohnmobile mussten bisher 350 NKr, für Pkws 200 NKr bezahlt werden. Die Nordkap-Kommune wollte das 2020 verbieten, worauf Scandic Hotel AS sie verklagte. Nun muss die Hotelkette auch noch die Prozesskosten von
1 620 458 NKr tragen.
„Das Jedermannsrecht hat gesiegt“ schreibt die Kommune in einer Pressemeldung, „Es ist ein Sieg für den freien Zugang zur norwegischen Natur.“
Allerdings wollen sich die Verantwortlichen bei Scandic bis September noch überlegen, ob sie nicht in Berufung gehen. Sie halten die Kommune nicht für die richtige Stelle, das Jedermannsrecht durchzusetzen – ihrer Meinung nach müsste das der Staat übernehmen.

 

 

 

 

NRK Sommerskuta

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...habt Ihr Lust die norwegische Küste, die Menschen, ihre Geschichten, Musik und noch vieles mehr an Bord eines der schönsten Schiffe der Welt zu erleben? Eine 6 Wochen lange Reise auf der Ihr viele Stunden live oder auch als "Konserve" bequem von Eurem Sofa aus dabei sein könnt!

Hier könnt Ihr an Bord der Statsraad Lehmkuhl gehen, Segel setzen lernen oder Euch auch einfach nur zurücklehnen, zuhören, staunen und geniessen!

 

 

 

 

Startbild von Visit Norway

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Reisende aus Deutschland und Österreich mit einem gültigen Covid-Zertifikat sowie Reisende aus „grünen Ländern“ können das Land der Fjorde wieder aus nächster Nähe erleben – ohne Quarantäne, Tests oder Registrierung! Erfahren Sie alle Details im folgenden Artikel.

 

 

 

 

Norwegische Schildbürger heißen „molboer“ (Einzahl „molbo“) und sind die Einwohner von Molboland, einer Halbinsel in Dänemark zwischen Kalvø Vig und Ebeltoft. Als echter „Molboer“ darf sich seit jeher aber nur jemand bezeichnen, dessen Familie mindestes seit sieben Generationen dort gelebt hat. Geschichten über dieses Völkchen („Molbohistorier“) wurden in Dänemark schon lange erzählt, bevor sie 1771 zum ersten Mal gedruckt als Buch erschienen sind.
Aber wie kommen sie in die norwegische Tradition?
Norwegen war zu dieser Zeit ein Teil Dänemarks und wurde kulturell stark aus diesem Land davon beeinflusst; und so verbreiteten sich die Molbo-Geschichten auch in Norwegen. Es war (und ist) für die Norweger wohl zudem sehr befriedigend, dass Menschen, denen außer Dummheiten nicht viel zugetraut wurde, nicht im ureigensten Land wohnten. Und so hat sich der Begriff „molbo“ für eine nicht ganz nachzuvollziehende Handlung oder denjenigen, der sie ausführt, bis heute auch im norwegischen Sprachgebrauch erhalten.
Hier zwei Beispiele für Molbo-Geschichten:
Ein alter Molbo hörte einmal, dass ein norwegisches Schiff in Ebeltoft angekommen war. Er war zuvor noch nie einem Norweger begegnet und war neugierig darauf, einmal einen zu treffen. Deshalb ging er zum Hafen und gelangte auf das Schiff – aber die Mannschaft war schon von Bord gegangen. Nur ein Hummer, der wohl einem Korb entschlüpft war, kroch noch an Deck umher. Den hielt der Molbo für ein Mitglied der Besatzung und gab ihm die Hand zum Gruß. Aber der Hummer biss ihn. Da zog er eine Hand zurück und sagte: „Klein sind diese Menschen ja, aber einen festen Händedruck haben sie!“ -
Es war Krieg in Dänemark. Ein paar Molboer wollten ihre Kirchenglocke vor dem Feind in Sicherheit bringen. Als sie diese unter großen Mühen endlich vom Kirchturm heruntergebracht hatten, wussten sie zunächst nicht, wohin damit – bis einer auf die Idee kam, sie im Meer zu versenken. So schleppten sie die Glocke auf ein großes Boot und ruderten ganz weit aufs Meer hinaus, bis sie sich auf eine Stelle einigten, wo sie die Glocke ins Wasser warfen. Dort war sie vor dem Feind versteckt, aber wie sollten sie selbst sie wiederfinden? Der Klügste von ihnen hatte eine Idee: Er zog sein Messer und markierte mit einem tiefen Schnitt die Stelle auf der Seite am Boot, wo zuvor die Glocke im Wasser verschwunden war. Danach ruderten sie heim mit der Sicherheit, die Glocke jederzeit wieder nach oben holen zu können. -