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Wetterstation

 

Beim letzten Rekord für ein wärmstes Jahr in Norwegen im Jahr 2014 lag laut Meteorologischem Institut die Durchschnittstemperatur im Land 2,2° über normal.
So wie es aussieht, schlägt das Jahr 2020 dieses Ergebnis noch einmal um 0,2°.

Rekorde so kurz hintereinander sind ungewöhnlich; üblicherweise kommen sie etwa alle hundert Jahre vor.
Selbst wenn dieses Rekordjahr nicht unbedingt auf den Klimawandel zurückzuführen sein sollte, werden solche Wärmerekorde jetzt häufiger vorkommen; für Kälterekorde gilt das Gegenteil: Die Tendenz das Jahr über geht zu wärmeren Wintern und kälteren Sommern; am größten werden die Änderungen im Winter sein.

Hier einige herausragende Phänomene des Jahres 2020:
Am 2. Januar hatte es in Sunndalsøra 19°, und der Januar endete als der zweitwärmste jemals in Norwegen gemessene Januar.
Die Monate Dezember (2019), Januar und Februar zusammen genommen waren 4,5° wärmer als normal. Der Winter war damit der mildeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900.
Mai und Juni endeten kälter als normal, der August war sehr niederschlagsreich mit mehreren Starkregen-Ereignissen.
Der November zeichnet sich als der wärmste aus, den es je gab.

Die Temperaturen im Jahr 2020 im Verhältnis zum langjährigen Mittel
(Durchschnitt der Jahre 1961-1990):
Januar +6,1°
Februar +4,0°
März +2,4°
April +1,2°
Mai -1,1°
Juni +3,2°
Juli -0,6°
August +1,4°
September +1,7°
Oktober +1,5°
November +4,6°

Für Dezember liegen noch keine abschließenden Messergebnisse vor. In Oslo war er jedenfalls stark geprägt von Plusgeraden und Regen: wiederum ein neuer Rekord mit fast 150 mm Niederschlag (der „alte“ Rekord mit fast 144 mm war 61 Jahre alt)!
Für die Zukunft sagen Meteorologen kürzere und mildere Winter mit weniger Schneetagen voraus. Im Sommer können auch Hitzewellen kommen, und es wird nasser. Die Folgen können kräftiger Niederschläge, aber auch Trockenperioden, sein.