• northern-lights-3847784_800.jpg
  • R0011228.jpg
  • road-2438884_800.jpg
  • dalsbygda-624390_800.jpg
  • moorage-1493681_800.jpg
  • R0010883.jpg

Julenisse

 

Ein „Nisse“ (Mehrzahl: „Nisser“) ist ein Wichtel, der im norwegischen Volksglauben eine wichtige Rolle spielt. Gewöhnlich ist er ein alter Mann mit einem weißen Bart „etwa so groß wie ein Pferdekopf“ und trägt eine rote Mütze. Der Name ist eine Ableitung des Namen Niels, der dänischen Bezeichnung für Nikolaus. Früher wurde der Nisse auch „lille Niels“, „Niels Gårdbo“, „Gårdbo“, „Gårdbukken“ oder „Puge“ genannt.

Der Weihnachtswichtel (Julenisse) ist ein Wichtel von besonders großem Wuchs. Am Weihnachtsabend ist er es, der die Geschenke austeilt. Zu Hause ist er auf einem eigenen Hof, wo er auch seine Werkstatt hat.

Jetzt, da Weihnachten vorüber ist, kann sich der Julenisse ein Jahr Auszeit gönnen. Seine Verwandten aber sind das ganze Jahr in Norwegen aktiv – und seine Verwandtschaft ist groß:

Der Waldwichtel (Skogsnisse)
Er lebt für gewöhnlich in einem Loch im Baumstamm oder unter einer Wurzel. Das Haus im Baum selbst besteht zumeist aus drei Etagen. Es gibt einen Kamin, eine Küche und ein Wohnzimmer. Im Herbst sammelt der Waldwichtel Nüsse und Früchte, hat aber auch einen kleinen Kräutergarten direkt am Haus. Im Winter liebt es Ski und Schlittschuh zu fahren.

Der Hauswichtel (Husnisse)
Sie wohnen unter dem Dach und schlafen in alten Schuhen oder Wollhandschuhen und sind stets zu Unfug und Schabernack aufgelegt, rutschen das Treppengeländer herunter, spielen Verstecken oder klettern auf den Wohnzimmerpflanzen herum. Meist sind sie unsichtbar, zeigen sich aber zuweilen an dunklen Winterabenden. Sie lieben unaufgeräumte Dachböden.

Der Kirchenwichtel (Kirkenisse)
Früher gab es von ihnen viele, heutzutage bewohnen jedoch nur noch wenige die Kirchen des Landes. Sie wohnen entweder in einem Loch auf der linken Seite des Eingangs oder im Turm. Sie schlafen oft in den Holzschuhen des Glöckners. Jeden Samstag wischen sie Staub, waschen den Boden und entfernen Spinnweben. Auch verscheuchen sie Mäuse und Nager. Sonntags sitzen am Eingang, wenn die Kirchgänger eintreten.

Der Scheunenwichtel (Fjøsnisse)
Die Scheunenwichtel kommen am häufigsten vor. Sie wohnen im Stall. Früher gab es Scheunenwichtel auf jedem Hof, die ab und zu mit den Menschen in Kontakt traten.
Sie halfen auf dem Hof, passten auf, dass die Kühe genug zu essen hatten und gut Milch gaben. Sie gaben den Pferden Heu und passten auf Schweine und Ziegen auf.
Heutzutage gibt es nicht mehr so viele Ställe mit Tieren. Da wurde es den Scheunenwichteln zu kalt und sie zogen fort.
Viele von ihnen wohnen dieser Tage aber in verlassenen Gehöften und betreiben ihren eigenen Hof.

 

 

 

Sonntag 17.01.2021 um 17:00 Uhr

Folge 14 - GRENZGANG Live-Stream „Im Bann des Nordens - Abenteuer am Polarkreis" mit Bernd Römmelt

 

Grenzgang Live-Stream "Im Bann des Nordens"

 

Für Bernd Römmelt ist es eine magische Linie, die auf der exakten Breite von 66°33‘55‘ N verläuft: Der nördliche Polarkreis! Jenseits davon erstreckt sich ein weites, wildes Land, dessen Schönheit und Zerbrechlichkeit unsere Vorstellungskraft übersteigen. Im Sommerhalbjahr verbannen die Mitsommernächte für einige Wochen die Dunkelheit, während das Land im Winter in ewiger Düsternis versinkt. Auf 22 Reisen verbringt der Naturfotograf über 450 Tage im extremen Norden des Erdballs, um diesen Zauber in unwirklichen Bildern abzulichten. Im GRENZGANG-Stream zeigt er euch seine besten Fotografien aus der Polarregion Europas. In den Westfjorden Islands jagt er mit der Kamera Polarfüchse und Papageientaucher, in Schwedisch-Lappland begleitet er das Leben der samischen Urbevölkerung und an Finnlands äußersten Rändern wagt er sich unter wilde Braunbären. Bernd Römmelt ist zudem ein leidenschaftlicher Erzähler, der mit seiner Begeisterung das Publikum zu fesseln vermag. Seine Reise-Reportage ist denn auch beides zugleich: Bildschirm-Abenteuer und fotografische Hommage an eine der schönsten und wildesten, aber auch fragilsten Naturräume unseres Planeten...

 

Link zur Website hier...

 

 

 

Wetterstation

 

Beim letzten Rekord für ein wärmstes Jahr in Norwegen im Jahr 2014 lag laut Meteorologischem Institut die Durchschnittstemperatur im Land 2,2° über normal.
So wie es aussieht, schlägt das Jahr 2020 dieses Ergebnis noch einmal um 0,2°.

Rekorde so kurz hintereinander sind ungewöhnlich; üblicherweise kommen sie etwa alle hundert Jahre vor.
Selbst wenn dieses Rekordjahr nicht unbedingt auf den Klimawandel zurückzuführen sein sollte, werden solche Wärmerekorde jetzt häufiger vorkommen; für Kälterekorde gilt das Gegenteil: Die Tendenz das Jahr über geht zu wärmeren Wintern und kälteren Sommern; am größten werden die Änderungen im Winter sein.

Hier einige herausragende Phänomene des Jahres 2020:
Am 2. Januar hatte es in Sunndalsøra 19°, und der Januar endete als der zweitwärmste jemals in Norwegen gemessene Januar.
Die Monate Dezember (2019), Januar und Februar zusammen genommen waren 4,5° wärmer als normal. Der Winter war damit der mildeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900.
Mai und Juni endeten kälter als normal, der August war sehr niederschlagsreich mit mehreren Starkregen-Ereignissen.
Der November zeichnet sich als der wärmste aus, den es je gab.

Die Temperaturen im Jahr 2020 im Verhältnis zum langjährigen Mittel
(Durchschnitt der Jahre 1961-1990):
Januar +6,1°
Februar +4,0°
März +2,4°
April +1,2°
Mai -1,1°
Juni +3,2°
Juli -0,6°
August +1,4°
September +1,7°
Oktober +1,5°
November +4,6°

Für Dezember liegen noch keine abschließenden Messergebnisse vor. In Oslo war er jedenfalls stark geprägt von Plusgeraden und Regen: wiederum ein neuer Rekord mit fast 150 mm Niederschlag (der „alte“ Rekord mit fast 144 mm war 61 Jahre alt)!
Für die Zukunft sagen Meteorologen kürzere und mildere Winter mit weniger Schneetagen voraus. Im Sommer können auch Hitzewellen kommen, und es wird nasser. Die Folgen können kräftiger Niederschläge, aber auch Trockenperioden, sein.