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Die norwegische Regierung hat unter den aktuellen Umständen schon Wochen vor der Ferienzeit ihren Landsleuten empfohlen im Inland Urlaub zu machen – und die Norweger sind, mehr als erwartet, diesem Rat gefolgt: Überall „wo es schön ist“ drängen sich Massen Einheimischer.
An der RV 17 gibt es viele hundert Meter Staus vor den Fährübergängen; die Wartezeiten betragen viele Stunden, manche Autofahrer müssen im Wagen übernachten. Das gleiche Bild bietet sich bei Bognes an der E6 nach Norden.
Hatten sich noch vor wenigen Wochen die Bewohner in Geiranger noch über das ausbleibende Geschäft beklagt, bekommen die Urlauber jetzt oft keinen Platz mehr im Restaurant, zwischen 500 und 1000 Hungrige müssen jeden Tag abgewiesen werden. Ein örtlicher Wirt rät den Gästen, eigene Verpflegung mitzubringen, wenn sie diesen Ort besuchen wollen.
Das Haukelifjell überqueren Karavanen von Autos. Nicht zuletzt wegen einer Baustelle dort ist mit Wartezeiten im Stundenbereich zu rechnen.
Die Campingplätze sind oft bereits mittags belegt, die Reisenden übernachten in Zelten und Wohnmobilen auch links und rechts der Straße in Nähe bebauter Gebiete – ein Verhalten, das man bisher nur von ausländischen Touristen gekannt hat.
Die Tageszeitungen sind voller solcher und ähnlicher Meldungen - und jetzt kommen auch noch die Besucher aus dem Ausland!
Diese sollten unbedingt die touristischen Hotspots meiden, weniger bekannte Stellen anfahren oder erst nach den norwegischen Ferien Mitte/Ende August das Land besuchen.