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Der Einladung nach Berlin sind ca 80 Gäste gerne gefolgt. So trafen alle am 29. November gegen 15:00 Uhr in der nordischen Botschaft zur Festveranstaltung "20 Jahre DNF" ein. Nach einem kleinen Sektempfang im Felleshus wurden die Teilnehmer durch eine fantastische Diaschau von Heike Goertz-Liedtke auf Norwegen eingestimmt, untermalt mit sanften Klängen auf dem Flügel von Dr. Peer Findeisen.
Ulf Goertz, 2. Vorsitzender der DNF, eröffnete die Veranstaltung, und der norwegische Botschafter Sven Erik Svedman begrüßte alle Gäste, bevor der 1. Vorsitzende der DNF, Franz Thönnes, die Festrede hielt und einen interessanten Rückblick auf die Entstehung und die letzten 20 Jahre der DNF gab.
Innerhalb des Kulturprogramms, umrahmt von Klavierstücken durch den Pianisten, konnte die Volkstanzgruppe der RG Hannover in zwei Tanzblöcken die Zuschauer mit ihren Darbietungen begeistern. |
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Zum Abschluss der offiziellen Feier wurden noch sechs Mitglieder für ihre 20jährige Mitgliedschaft durch Franz Thönnes geehrt, indem er anerkennende Dankesworte sprach und jedem eine Urkunde überreichte.
Nach der Feier traf man sich in gemütlicher Runde beim "Julebord", dem norwegischen Weihnachtsbuffet, das vom Berliner "Munch-Restaurant" geliefert wurde. Es wurden in persönlichen Gesprächen Gedanken und Erfahrungen über das hier alle verbindende "Traumland" Norwegen ausgetauscht und noch so manche bekannte, aber auch unbekannte Leckerei aus dem hohen Norden verspeist.
Zum Abschluss des Tages gab es noch Erläuterungen über die interessanten Fotoserien von SpringerParker, "Memoria Norway - Permafrost und Florae", die im Foyer des Felleshus ausgestellt waren. Mit aufwändigen Techniken wurden die durch Klimawandel sich ständig verändernden Landschaften, die nördlich des Polarkreises liegen, fotografiert. So entstanden Aufnahmen von Pflanzen und Erdoberflächen, die Ausgangsmaterial für Ausdrucke auf halbtransparentem Architektenpapier sind, die dann wiederum mittels einer speziellen Software zu neuen Bildern verarbeitet und verdichtet werden. |
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Ein weiterer Teil ist die Arbeit mit Wasserproben, die in Norwegen entnommen und mit nach Berlin gebracht wurden. Es ist das Wasser jener Permafrost-Regionen, deren Böden immer wärmer werden. In Berlin wird das Wasser zu Eisplatten gefroren und deren Strukturen auf fotografisches Material belichtet - die "Permafrost" - Fotoserie.
Nach einem üppigen Frühstück am Sonntag im Hotel starteten 55 Interessierte eine Stadtrundfahrt der besonderen Art. Unter dem Motto: "Berlin und Potsdam auf norwegischen Spuren", wurde von den "Dienstwerkern", Ulrike Mehl und Andreas Schröter, den ganzen Tag eine Busfahrt begleitet, die perfekter in Erklärungen und Organisation nicht hätte sein können.
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So erfuhr man, dass es in Berlin einen Bezirk mit vielen norwegischen Straßennamen wie "Osloer Str.", "Stalheimer Str.", "Gudvanger Str." usw. gibt. Außerdem existieren Treffpunkte norwegischer Künstler und in Berlin wohnender Norweger, wie z.B. der "Zwiebelfisch" im Bereich Savignyplatz oder das "Café Paris". Ebenso existiert ein, die DDR-Geschichte überlebter, "Norwegischer Ruderclub" mit eigenem Gelände am östlichen Stadtrand von Berlin.
Weiter ging die Busfahrt durch Berlin, vorbei am Gendarmenmarkt mit dem Deutschen- und Französischen Dom, vorbei am Bahnhof Friedrichstraße, dem riesigen Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof), dem Botschaftsviertel, Regierungsviertel mit Kanzleramt und Reichstagsgebäude, Haus der Kulturen (alte Berliner Kongresshalle), Schloss Bellevue (dem Amtssitz des Bundespräsidenten), Zoologischen Garten und Aquarium, Gedächtniskirche, Funkturm und ICC, Avus und Wannsee.
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| Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt | Bahnhof Friedrichstraße |
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| Norwegische Botschaft | Lehrter Bahnhof | |
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| Kanzleramt | Reichstag | |
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| Es wurde die berühmte Glienicker Brücke erreicht, | die Berlin mit Potsdam verbindet. | |
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Dort war die Busfahrt erst einmal zu Ende. Nun ging es zu Fuß durch die "Berliner Vorstadt", wie die östliche Seite der Glienicker Brücke genannt wird, weiter. Mit Kopfhörern bespickt war das erste Ziel die "ehemalige kaiserliche Matrosenstation Kongsnæs". Nach dem Fall der Mauer wurde Kongsnæs im Rahmen der Potsdamer Kulturlandschaft als Weltkulturerbe anerkannt.
1996 wurde innerhalb der DNF die Projektgruppe "Kongsnæs" gegründet, mit dem Ziel, die 3 denkmalgeschützten Häuser am Jungfernsee, die historische Hafenanlage und die ehemalige Empfangshalle (Ventehalle) wieder aufzubauen bzw. zu erhalten. Hier wurde die Gruppe von 4 Vertretern des Fördervereins mit ausführlichen Erläuterungen über das Gelände geführt.
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| Der seit 2000 neu errichtete Torbogen |
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| Die Häuser werden zur Zeit noch privat bewohnt. |
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| Bis 1989 verlief genau an dieser Stelle über die Grundmauer der großen Wartehalle die Berliner Mauer! | Franz Thönnes mit interessierten Teilnehmern | |
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| Neuer Garten und Heiliger See | Blick auf das eingerüstete "Marmorpalais" ... | |
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| Schloss Cecilienhof |
histor. Ort des "Potsdamer Abkommens" vom August 1945. | |
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Im Cecilienhof wurde dann eine sehr gute, zum Nachdenken anregende Führung der dortigen Museumsmitarbeiter geboten.
Mit dem Bus waren es dann nur noch rund 10 Minuten, bis alle das historische Ausflugslokal "Moorlake" an der Havel erreichten. Die Hirschkeule mundete allen sehr gut, und es gab genügend Gelegenheit, sich über das vorher Gesehene und Gehörte auszutauschen.
Sehr übersichtlich hatten die "Dienstwerker" einen Gesamtüberblick über Berlin und die gesamte Route des sonntäglichen Programms vorbereitet, die im Anschluss an das Essen gezeigt wurde und bestimmt auch demjenigen, der Berlin noch gar nicht kannte, zeigte, welch riesige Ausmaße diese Stadt hat.
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| Weiter ging es mit dem Bus durch Potsdam, die Berliner Stadtteile Zehlendorf, Steglitz und Schöneberg in das Zentrum am "Schlossplatz". Dort gelang eine wohl bald historische Aufnahme. Wie allgemein bekannt ist, wird der "Palast der Republik" aus DDR-Zeiten abgerissen, doch die letzte kleine Ruine des Palastes konnte noch im Bild festgehalten werden, bevor sie drei Tage später endgültig dem Erdboden gleichen sollte. 2010 soll dort das Berliner Schloss wieder aufgebaut werden. Die Betrachter freuten sich darüber, dass sie nun einen ungestörten Blick auf den "Berliner Dom", den "Fernsehturm am Alex" und das "rote Rathaus" hatten, was früher nicht möglich gewesen wäre. | ||
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| Der letzte Rest des "Palast der Republik" |
Berliner Dom | |
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| Staatsratsgebäude mit erhaltenem Schlossportal | Unter den Linden |
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Die Gruppe setzte nun seine Stadtführung bei untergehender Sonne (immer noch mit Kopfhörern, was sich bei den z.T. großen Abständen untereinander als sehr praktisch erwies) über die weihnachtlich festlich beleuchtete Straße "Unter den Linden" zum"Pariser Platz" und dem "Brandenburger Tor" fort.
Die "Dienstwerker" wurden von Franz Thönnes, der die Gruppe den ganzen Tag lang begleitet hatte, unter großem Applaus aller Teilnehmer verabschiedet, bevor auf der Bühne, neben der gigantischen Tanne aus Norwegen, das Festprogramm begann. (Die Tanne ist ein 70 Jahre alter Baum und musste zum Transport auf 17m gekürzt werden. Seit 1990 spendet die Gemeinde Frogn aus Südnorwegen jedes Jahr den Berlinern eine Tanne, die vom SOS-Kinderdorf, Organisation/Berufsausbildungszentrum Berlin, geschmückt wird.)
Bente Bjerknes Haugen, die Vorsitzende des Kulturausschusses aus Drøbak, übergab mit verbindlichen Worten die Tanne an Berlin, nachdem Bürgermeister Harald Wolf die Veranstaltung eröffnet hatte. Der norwegische Botschafter Sven Erik Svedman war ebenso anwesend wie der stellvertretende Bürgermeister von Berlin-Mitte, Joachim Zeller.
Ein Jubel ging durch die vielen Zuschauer, als dann von allen Vieren gleichzeitig die Kerzen der prächtigen Tanne feierlich entzündet wurden und sie in vollem Glanz erstrahlte, direkt vor dem Brandenburger Tor.
Die norwegische Sängerin Maria Mena, die eigens aus diesem Anlass aus Norwegen angereist war, unterstrich das Programm mit Stücken aus ihrer neuen CD, während der "Julenissen" Süßigkeiten an die Kinder verteilte.
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| Bürgermeister Harald Wolf | Bente Bjerknes Haugen | |
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| Maria Mena |
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| Damit endete wieder einmal ein beeindruckendes und erlebnisreiches Wochenende, von dem sich die Teilnehmer noch lange schöne Erlebnisse erzählen werden und gerne an die Feier um den 20. Geburtstag der DNF denken werden. Inzwischen war auch das übrige Berlin festlich beleuchtet, und alle fuhren zufrieden nach Hause. | ||
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| Charlottenburger Schloß |
Kurfürstendamm | |
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| Kurfürstendamm |
Tauentzien |
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| Hauptbahnhof |
ehemaliges Kommandantenhaus |
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