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erbaut 1180 |
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| Das Holz für die Kirche in Borgund wurde im Winter 1180 eingeschlagen, und vermutlich wurde das Gebäude unmittelbar danach errichtet. Das komplizierte Bauwerk wurde von fahrenden Handwerkergruppen erstellt, die Können und Erfahrung mitbrachten. |
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| Die Stabkirchen sind Norwegens einzigartiger Beitrag zum Kulturerbe der Welt. Die meisten wurden im Zeitraum um 1130 bis 1350 gebaut. Da setzte die Pest jeglicher Bautätigkeit ein Ende. Es gab ähnliche Kirchen auch in anderen europäischen Ländern, aber fast nur in Norwegen sind sie erhalten. Von den ursprünglich mindestens 1000 Kirchen existieren heute noch 28. Die Stabkirche von Borgund hat ohne größere Änderungen überlebt. In dieser Beschreibung gehen wir in die Zeit des Baus zurück, wenige Jahre, nachdem das katholische Norwegen eine eigene Kirchenprovinz unter dem Papst in Rom wurde. |
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| So wurde die Stabkirche gebaut |
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| Als die Stabkirchen gebaut wurden, hatten der Holzbau schon lange Tradition Zwar war die Wikingerzeit vorbei, aber die Norweger waren noch immer ein "fahrendes Volk". Handwerker kombinierten die Tradition mit neuen Impulsen von Kirchenbauten im Ausland. |
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| Die Stabkirche von Borgund trotzte dem Zahn der Zeit, weil sie auf einem steinernen Sockel gebaut wurde. So kommt das Holz nicht in Berührung mit feuchtem Boden und fault nicht. |
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| Die Stämme sind wohl "auf der Wurzel" getrocknet worden, damit der Teer an die Oberfläche des Stamms dringen konnte. Danach wurden sie zu Bauteilen bearbeitet. Eine Stabkirche konnte aus 2000 Einheiten bestehen. |
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| Die Konstruktion - das Stabwerk - wurde auf der Erde zu starren Rahmen zusammengefügt und dann aufgerichtet, vermutlich mithilfe langer Stangen. |
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| Das können Sie sehen: |
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| Erklärungen zur linken Zeichnung |
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Erklärungen zum heiligen Raum
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| 1.Die den hohen Zentralraum umrahmenden "Stäbe" haben dem Kirchentyp den Namen gegeben. Als oberen Abschluss tragen sie Masken. |
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1. Hauptportal mit Akanthusranken an den Halbsäulen. Schlangen- und drachenähnliche Tiere und Blätter verzieren die seitlichen Felder und den Tympanon. |
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| 2. Mit "Balkenzangen" wurden die Stäbe miteinander verbunden und verstrebt. |
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2. Portal nach Süden mit Tiergesichtern. Auf dem Kapitell thronen zwei Löwen. |
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| 3. "Andreaskreuz". Der Name spielt auf den Apostel Andreas an, der an einem solchen Diagonalkreuz gekreuzigt wurde. |
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3. Mittelalterlicher Altar aus Stein. Altartafel von 1654, der Rahmen stammt von 1620. Das Motiv ist die Kreuzigung Jesu. |
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| 4. Die runden Bögen sind mit "Knien" gebildet - dort, wo der Baum natürlich in Bogenform wächst und am stärksten ist, am Übergang Stamm - Wurzel. |
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4. Taufbecken aus Speckstein aus dem Mittelalter. |
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| 5. Das Stabwerk der Außenwände ist eine Rahmenkonstruktion, bestehend aus Schwellen, Säulen und Rähm. |
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5. Kanzel von 1550 - 70. In katholischer Zeit (dem Mittelalter) gab es keine Kanzel. |
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| 6. Nur spärliches Licht kam durch die runden Öffnungen. Das Fenster im Giebel ist neueren Datums. Wahrscheinlich war hier bereits im Mittelalter ein Fenster. |
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6. Sakramentenhäuschen von 1550 - 70, zur Aufbewahrung der heiligen Geräte zum Abendmahl. |
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| 7. Von unten her gesehen, erinnert die Dachkonstruktion über dem Zentralraum der Kirche an ein umgekehrtes Schiff, wo die Dachstühle den Spanten des Schiffes entsprechen. Der Dachreiter ist auf dem Querschnitt der Kirche nicht zu sehen. Dort hingen zwei kleine Glocken, die im Gottesdienst erklangen. Sie wurden mithilfe eines in den Kirchenraum hängenden Seils geläutet. |
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7. Durch die Öffnung in der Wand sieht man den Altar von draußen. Sie wurde vielleicht zum Gebet benutzt, wenn die Kirche geschlossen war. |
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| Im 13. Jahrhundert wurde der freistehende Glockenturm für die große Glocke gebaut. Er ist der einzige in Stabwerk gebaute in Norwegen, der noch erhalten ist. In der "neuen Kirche" von 1868 steht eine der alten Glocken aus dem Mittelalter. |
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8. Segnungskreuz an der Wand. |
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| 8. Der Laubengang schützt die Außenwand und die Portale und bietet Schutz bei schlechter Witterung. Er trägt zum charakteristischen Aussehen der Kirche bei. |
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9. Runenritzungen |
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| 9, Das Rahmenwerk, auf das die Kirche gebaut ist. |
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1-2 Handwerkszeichen an den Türen. |
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| 10. Der Boden der mittelalterlichen Kirche war in die Grundkonstruktion eingelassen. Der größte Teil ist erhalten, aber zur Schonung des historischen Bodens wurde ein Zweitboden über dem ursprünglichen verlegt. |
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Das ist nicht mehr zu hören: |
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| Unter dem Boden wurden Reste gefunden, die von einer älteren Kirche stammen können. |
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Die lateinische Messe des Priesters und die Antwort der Gemeinde während der Lithurgie. |
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| Es war üblich, Tote unter dem Kirchenboden zu beerdigen. Dies wurde 1805 gesetzlich verboten, unter anderem wegen des unangenehmen Geruchs. |
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Die Kirchenglocken, die vom Glockenturm zum Gottesdienst gerufen hatten, und die kleinen Glocken, die während der Messe läuteten. |
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| Zu früh geborenen und ungetauften Kindern wurde ein Grab in geweihter Erde verweigert. Kleine Kästchen mit Fehlgeburten sind unter den Kirchenboden geschoben worden - auch noch in neuerer Zeit. |
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Der Duft des Weihrauchs ist nicht zu riechen. |
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| Das ist nicht mehr zu sehen: |
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| 10. (rechtes Bild) Die zerstörte Kirchenkunst. Hier kann ein Kruzifix gewesen sein, vielleicht bemalte Skulpturen von Maria oder einem Heiligen, auf einem Seitenaltar abgestellt. Die Front des Hauptaltars kann mit einem Antependium verziert gewesen sein, auf dem Szenen aus der Bibel oder der Legende des Heiligen Olav dargestellt waren. |
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| 11. (rechtes Bild) Die ursprünglich schmale Choröffnung und Chorschwelle. |
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| Der Priester, der die Messe auf lateinisch hielt, und die Kasel. |
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| Die Gemeinde - die Männer rechts und die Frauen links. Alte und Kranke durften auf den an den Außenwänden angebrachten Bänken sitzen. |
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| lesen Sie bitte weiter |
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| Die Stabkirche von Borgund wurde 1877 vom Verein zur Denkmalsplflege gekauft. |
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| Der Verein für Denkmalspflege (Fortidsminneforeningen) wurde 1844 gegründet. Der Verein arbeitet für die Erhaltung des kulturellen Erbes in Norwegen und für mehr Interesse und Verständnis für deren Werte. Tlf: 23317070 oder |
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| www.fortidsminneforeningen.no |
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Hier finden Sie auch die englische Seite des Vereins |
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| Text und Zeichnungen: Mari Kolandsrud |
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| Deutsche Übersetzung: Gunhild Baier Nilsen |
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| Fotos: © Uta Kempf und Heike Goertz-Liedtke |
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