| Geboren: 04.08.1859 in der Nähe von Lom Gestorben:19.02.1952 in Nørholm Nobelpreisträger |
![]() |
|
|
|
| Als viertes von sechs Kindern der Eltern Peder Skultbakken und Tørøe Olsdatter wurde Knut in Garmostræe bei Lom geboren. Im Jahre 1862 zog die Familie nach Nordnorwegen und wurde in Hamsund bei Hamarøy sesshaft. Dort lebte die Familie nahe der Armutsgrenze. So wurde Knut mit neun Jahren in die Obhut eines Onkels gegeben. Hier erhielt er eine strenge Erziehung, lernte Lesen und Schreiben und absolvierte die Grundschule. In der Folgezeit versuchte er sich mit unterschiedlichen Tätigkeiten. So wurde er Kaufmannslehrling in Tranoy, schleppte Kohlesäcke im Hafen von Bodø, arbeitete als Postbote, Schumacherlehrling, Hilfsarbeiter und Lehrer. 1877 begann er zu schreiben. Es sollte noch bis zum Jahre 1890 dauern, bis er als Schriftsteller mit dem Roman „Hunger“ den Durchbruch erlebte. In der Zwischenzeit reiste er in die USA und dann nach Dänemark. Er veröffentlichte Artikel, in denen er die amerikanisch Moral angriff und schrieb weiterhin Romane. 1898 heiratete Hamsun Bergljot Bech. Es entstand sein größter Liebesroman – „Victoria“. In den folgenden Jahren reiste er nach Finnland, Russland und in die Türkei, zum Teil mit längeren Aufenthalten, und veröffentlichte Reiseerinnerungen. Im Jahre 1902 wurde seine Tochter Victoria geboren. Im Jahre 1905 baute er ein Haus in Drøbak. Hier beteiligte er sich an Gewerkschaftskämpfen. Im Jahre 1906 scheiterte seine Ehe. Im Jahre 1907 erschienen Hamsuns gesammelte Schriften in fünf Bänden. Er heiratete im Jahre 1908 die Schauspielerin Marie Andersen aus Elverum. Mit ihr hatte er vier Kinder. Hamsun richtete sich gegen das Moderne und erwies dem „alten Norwegen und dessen Werten“ Respekt. Dies drückte er durch verschiedene Werke, insbesondere auch durch seinen Roman „Markens Grøde“ (Segen der Erde) aus. Für diesen Roman erhielt er im Jahre 1920 den Literatur-Nobelpreis. Als äußerst umstritten gilt sein Auftreten in den Jahren des 2. Weltkrieges. Er kritisierte die norwegische Widerstandsbewegung und zeigte Enttäuschung über die Flucht des damaligen Königs. Auch traf er sich mit Adolf Hitler. Dieses Treffen wurde aber durch Hitler nach Hamsuns kritischen Äußerungen abgebrochen. Im Jahre 1945 wurde Hamsun wegen Landesverrats angeklagt. Er musste sich einer psychologischen Untersuchung unterziehen. Das Ergebnis lautete „Nicht irrsinnig, aber von stetig nachlassender Seelenverfassung“. Er wurde zu einer sehr hohen Summe Schadensersatz verurteilt, was ihn nahezu ruinierte. Die Erlebnisse dieser Zeit verarbeitete Hamsun in Form eines Rechtfertigungstagebuches unter dem Titel „På gjenrodde Stier“ (Auf überwachsenen Pfaden). Es erschien 1949. Hamsun verstarb 1952 taub und erblindet in Nørholm. Man muss nicht bloß die offensichtliche, (Zitat Knut Hamsun)
|
|
|
|
|
| Die Werke Knut Hamsuns |
|





