Schüler-Lehrer Konferenz 2008Schüler und Lehrer von 26 norwegischen Schulen trafen sich zum Meinungsaustausch in Oslo |
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| Nach der Konferenz des Jahres 2005 in Berlin fand am 14. und 15. April dieses Jahres im Goethe-Institut Oslo die zweite Schüler-Lehrer-Konferenz statt. Eingeladen hatten die Deutsch-Norwegische Freundschaftsgesellschaft e.V. und die Norwegisch-Deutsche-Willy-Brandt-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut sowie der Deutschen Botschaft in Oslo. Neben verschiedenen Beiträgen über die deutsch-norwegischen Beziehungen standen vor allem die Erfahrungen mit Austauschprojekten mit deutschen Schulen im Mittelpunkt. Nach den Begrüßungsworten durch Heike Goertz-Liedtke, Geschäftsführerin der Deutsch-Norwegischen Freundschaftsgesellschaft e.V. und Franz Thönnes, Vorstandsmitglied der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung, berichtete Julia Stöber, Vizepräsidentin des German-Norwegian Network über das erste deutsch-norwegische Jugendforum, welches im Oktober letzten Jahres auf der Zeche Zollverein in Essen mit jeweils 50 deutschen und norwegischen Jugendlichen zum Thema „Klima, Umwelt und Energie“ stattfand. Ebenso gab sie einen Ausblick auf das diesjährige Treffen in Stavanger zum Thema „Kulturelle Vielfalt und Identität“. Nach einer Präsentation des Goethe-Institutes, Oslo, vertreten durch die Leiterin der Sprachabteilung Gertrude Graetz, äußerte sich Johann Meyer, ehemaliger Botschaftsrat an der Norwegischen Botschaft in Berlin über die Bedeutung von Deutschland für Norwegen. Er betonte, dass Deutschland nicht nur als Handelspartner von Bedeutung sei, sondern auch kulturell, da es junge norwegische Künstler nach Berlin, in die neue Kulturmetropole im Herzen Europas, ziehe. |
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| Unter dem Motto „Erfolgsgeschichten mit Stolpersteinen“ stellten die rund 50 teilnehmenden Lehrer und Schüler anschließend ihre Erfahrungen mit einzelnen Schul- und Austauschprojekten vor. Unter anderem wurde über einen Austausch der Furnes ungdomsskole mit der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden berichtet, die als UNESCO-Projekt-Schule im vergangenen Jahr den Deutschen Schulpreis erhielt. Bei ihrem Konzept des interkulturellen Lernens sollen Schüler „sich in der Fremde bewähren“ und selbst als Botschafter ihres Landes auftreten. Über eine andere Form des Schüleraustausches referierte die Nordstrand videregående skole aus Oslo: vier Schüler der Jahrgangsstufe 12 verbringen zur Zeit ein Schuljahr in Berlin. Dabei steht ihnen ein norwegischer Lehrer zur Seite, der den Stoff an die norwegischen Lehrpläne anpasst, so dass die Schüler bei ihrer Rückkehr nach Norwegen kein Schuljahr wiederholen müssen. Die Schüler sind in deutschen Familien untergebracht und erhalten so neben dem Unterricht auch einen Einblick in das Alltagsleben. Weitere Beiträge informierten unter anderem über ein von COMENIUS gefördertes, bilaterales Geschichtsprojekt, in dem Schüler an historischen Stätten Quellen erarbeiten und diese gemeinsam virtuell auswerten und präsentieren. | ![]() |
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| Am Abend bot ein Empfang des Deutschen Botschafters Roland Mauch und dessen Gattin Gelegenheit, sich in persönlichen Gesprächen über die eigenen Erfahrungen auszutauschen. | |
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| Am zweiten Tag der Konferenz, der unter dem Thema „Rückblick zum Schulaustausch seit 2001“ stand, sprach der Berater des Bildungsministeriums i.R. Christen Jordet über die sogenannte „Deutschlandstrategie“ der norwegischen Regierung aus dem Jahr 1999. Nach deren Zielsetzung sollten die Kenntnisse über Norwegen in Deutschland vertieft werden, um eine größtmögliche Zusammenarbeit beider Länder in verschiedenen Bereichen zu ermöglichen. So gab es beispielsweise das Musikprojekt „Grieg in der Schule“, an dem sich 160 deutsche Schulen beteiligten. Auch wurden weitere 42 Austauschprojekte zwischen Deutschland und Norwegen durch COMENIUS gefördert.Eva Først vom Utdanningsdirektoratet, einer Abteilung des norwegischen Bildungsministeriums, sprach über ihre Zeit als Lehrerin und Rektorin, in der sie in ihrer Schule eine Projektwoche einführte, welche die ganze Schule am Austausch beteiligte. Die Projekte gelangten dadurch zu mehr Akzeptanz, auch bei Lehrern, die sonst wenig daran teil hatten. | ![]() |
| In der abschließenden Diskussion äußerten die Teilnehmer Wünsche zu zukünftigen Veranstaltungen. Angedacht wurden Workshops, in denen die Schüler eigene Ideen ausarbeiten, um diese später zu präsentieren. Ebenso könnten Fotoausstellungen durch Schulen wandern, um das Interesse auch für andere deutsche Regionen neben Berlin zu wecken. Der Austausch übers Internet soll über die Internetseite der DNF, www.norwegenportal.de, gepflegt werden. Die Bildung eines Gremiums wurde vorgeschlagen, welches sich mit den Problemstellungen im Bereich Austausch auseinandersetzen wird. Den Abschluss der Konferenz bildete ein gemeinsamer Besuch des norwegischen Parlaments, dem Storting. Die Führung übernahm der Abgeordnete Sverre Myrli, der zugleich Vorsitzender einer Norwegisch-Deutschen Freundschaftsgruppe im Storting ist. Die Gruppe wurde im Januar dieses Jahres aus 35 Parlamentariern gegründet. | ![]() |
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| Text: Alexandra Wiegand, Praktikantin des Goethe-Instituts, Oslo / Bilder: Heike Goertz-Liedtke | |











