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Heimvolkshochschule

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treppe_01wk_theater_01 Eine Heimvolkshochschule/Folkehøgskole ist ein freiwilliges Bildungsangebot, welches hauptsächlich von jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren im Anschluss an ihre reguläre Schullaufbahn wahrgenommen wird. Die Entstehung dieser Schulen geht weit zurück ins 19. Jh. zu dem Dänen N.F.S. Grundtvig, einem Pädagogen, der eine Alternative zu der „Schule zum Tode“ - wie er den trockenen Schulalltag nannte - schaffen wollte. In Norwegen ist dieses Konzept weit verbreitet, etwa 10% eines jeden Abschlussjahrgangs machen solch einen langen Kurs. In Deutschland gab es solch „lange Kurse“ oder „Winterkurse“ auch, aber sie wurden mehr und mehr eingestellt. Die Heimvolkshochschule Hermannsburg bietet jedoch seit 90 Jahren noch immer seinen Winterkurs an.

Die Schulformen in den beiden Ländern sind natürlich nicht völlig identisch, haben aber viele Ähnlichkeiten. Wesentlich ist zum Beispiel, dass man eine längere Zeit zusammen unter einem Dach lebt (in Deutschland 5 Monate, in Norwegen 9 Monate). Der Unterricht ist meist sehr praktisch und stark am Interesse der Schüler orientiert. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist freundschaftlich, die „Arbeitsatmosphäre“ entspannt und locker, das Interesse der Schüler ist entscheidend. Praxis und Ausprobieren gehen vor, es gibt kein ödes Auswendigpauken. Verschiedene außerunterrichtliche Aktivitäten und Reisen runden das Angebot ab. Wichtig ist, dass es keine Prüfungen gibt und kein Abschluss erzielt wird. Die Schulen haben die Förderung und Stärkung der Persönlichkeit vor allem in sozialer, aber auch in fachlicher Hinsicht zum Ziel. Es soll die Möglichkeit für die Schüler geschaffen werden, sich in verschiedensten Situationen und Aktivitäten auszuprobieren, intensive Erfahrungen zu machen und ihren Horizont zu weiten. Außerdem soll das Jahr als eine Auszeit von Schule und Leistungsdruck und als eine Bedenkzeit für die weitere Zukunft genutzt werden können.

Kurz: Die Heimvolkshochschule/Folkehøgskole will eine „Schule fürs Leben“ sein.


Die deutsche Variante der Folkehøgskole
g_winterkurs_1_03 movingtimes-Schriftzug
Manchmal ist es an der Zeit, etwas ganz anderes zu tun... Mal raus kommen, den eigenen Horizont erweitern, verschiedene Sachen ausprobieren, zu sich selbst finden... Reisen, Praktika, Au Pair, Freiwilliges Soziales Jahr – oder etwas anderes, ganz Besonderes machen:

Der Winterkurs "moving times" ist ein Projekt zur Lebens- und Berufsorientierung und Persönlichkeitsentwicklung für 18- bis 25-Jährige. Er findet jährlich von November bis März statt. 15 bis 25 sehr unterschiedliche junge Menschen aus dem In- und Ausland nehmen jeden Winter daran teil. Für fünf Monate leben sie gemeinsam als Gruppe in der HeimVolkshochschule Hermannsburg. Sie erhalten ein ganztägiges Bildungsangebot, das der Orientierung, der Erfahrung und der Erweiterung persönlicher Kompetenzen dient. Inhaltliche Schwerpunkte sind Berufsorientierung und Berufsplanung, Politik und Soziales, Psychologie und Kommunikation, Sinnsuche und Spiritualität sowie Kultur und Abenteuer.

Mehr Informationen unter www.winterkurs.de
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Norwegische Übersetzung
 

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