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Segeln in Norwegen

Wer eine Bootsreise an der norwegischen Küste entlang machen möchte, sollte wissen:

  • Entfernungen von Kiel in nm: Skagen 220, Kristiansand 300, Farsund 350, Egersund 390, Stavanger 440, Bergen 550, Westkap 640, Ålesund 700, Rørvig 930, Polarkreis 1060, Bodø 1100
  • Planung: Begrenzte Urlaube können stressig werden, denn das Wetter kann sehr wechselhaft sein. Geplanter Mannschaftstausch ist gut machbar, das Mobilnetz ist sehr gut ausgebaut (Handy ist Haustelefon) und es gibt im langen Land gute Verkehrsverbindungen per Bus-Bahn-Flugzeug
  • Crews unter 4 Personen sollten nicht ohne einen guten elektr. Autopiloten fahren, dieser sollte nach GPS-Vorgaben steuern können, der Autopilot ist der Fleißigste an Bord.
  • Die Wasserstraßen in den Schärengewässern sind für Tag- und Nachtfahrt gut markiert, aufpassen ist jedoch Pflicht, um nicht in Klamotten-Untiefenbereiche hineinzukommen. In den Innen- und Außenschären ist zu empfehlen nur noch mit Selbststeueranlage im Nav-Modus von GPS-Wegepunkt zu GPS-Wegepunkt zu fahren, die Wache überprüft laufend die Position, so kommt es nicht zu Steuerfehlern. Zeigt sich Küstennebel, sofort in den nächsten Hafen, niemals „Klamottenfahrt im Küstennebel“!!
  • Die norweg. Sport-Seekartensätze sind präzise, kosten Geld. Bis zu den Lofoten ist es ein Kartenstapel von ca. 15 cm. Alleine nur mit elektronischen Karten sollte man nicht in das Schärenrevier gehen. Zur Übersicht sind zusätzliche Autokarten 1: 400.000 von Vorteil, da diese Hinweise enthalten, was an Land erwartbar ist. Nach dem Anlegen die örtliche Touristinformation aufzusuchen, ergibt immer eine gute Beschreibung des Ortes sowie von Land und Leuten.
  • Das norw. Hafenhandbuch für die Handelsschifffahrt heißt DEN NORSKE LOS Band 1 bis 6. Diese Revier-und Hafen-Beschreibungen helfen eigene Unsicherheiten im ungewohnten Segelrevier abzubauen. Per Lexikon kann man in relativ kurzer Zeit den Inhalt des norw. Textes erfassen und erhält Infos über Häfen, Reviere, Strömungen uvam. Die norw. Redningsselskap gibt für den norw. Bootssport ein Sport-Hafenbuch FERIE & FRITIDS HAVNER heraus. Auf dem Markt sind auch Revier-Beschreibungen von segelnden Schriftstellern.
  • Das Wetter ist bestimmt durch durchziehende Tiefdruckgebiete mit ihren Fronten und ändert sich laufend. Es ist empfehlenswert, die Sprayhood nach hinten zu verplanen, abzudichten, um bei Regen von hinten ohne Ölzeug bequeme Meilen machen zu können, eine Heizung ist sehr nötig.
  • Wetter-Vorhersagen gibt es im norw. Rundfunk, im analogen TV und im VHF-Seefunk. Das lange Land hat viele Wetterzonen, man muß sich da einhören. Über Kurzwelle kann man die Wettersituation vom deutschen Wetterdienst DLF/DR holen, besseres gibt es im Internet. Auf Kanal 16 wird gale-warning gegeben, einen Wetterbericht gibt es auch auf den Arbeitskanälen. Ein hoch auflösendes Barometer ist dringend zu empfehlen, es ist eine unbestechliche Hilfe in der Beurteilung der Lage, wo im Tief man ist.
  • Fahrtabschnitte ohne Seegangsschutz, die ggf. Wartezeiten erfordern a) das Skagerak, b) Lista bis Egernsund, c) Egernsund bis Tananger, d) ca. 12 sm rund Stadlandet, e) ca. 20 sm Setervika bis Rørvik. Alle anderen freien Strecken liegen in Tages-Entfernungen.
  • Der Tidenhub Malø bis Nordkap beträgt 1,5 bis 2,5 m. Im Handel ist eine Tidevanntabelle
  • Die Häfen sind in den Unterlagen unterPunkt 6 (norw. Hafenhandbuch) gut beschrieben, meist sind Flytebryggen und 220 V-Versorgungen vorhanden. Je höher im Norden, desto geschützter und ausgebauter sind die Häfen, zumeist staatliche Investitionen für die norw. Fischsaison im Januar bis März.

    Wir sind gerne bereit weitere Informationen für Reiseplanungen zu geben.

Jutta und Helmut Fiebig

Tel. 0431 24485 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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