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In der RG-Hannover wird nicht nur fleißig gestrickt, sondern sich auch in der Hardanger Stickerei ausprobiert.
Am 21.10.2017 fand, unter der Leitung von Astrid Bauer, der erste Workshop zu diesem Thema statt.
Die Hardanger Stickerei ist orientalischen Ursprungs und gehört zur Durchbruchstickerei.
Über Persien gelangte diese Technik nach Italien und von dort aus durch Handel nach Norwegen. In der Region Hardanger, welche Namensgeber ist, fand das Kunsthandwerk besonderen Anklang. Hier wurden Blusen und Schürzen aus handgewebten Leinen für die norwegische Festtagstracht bestickt, Jede Familie entwickelte dabei ihre eigenen Muster.
In Norwegen wurde meist weiß auf weiß gestickt, was den Unterschied zur persischen Variante ausmachte.
Heutzutage werden nicht nur Blusen und Schürzen verziert. Man findet die Hardanger Stickerei auch auf Tischdecken, Lesezeichen, Gardinen, sowie Einleger für Passepartoutkarten. Diese eignen sich besonders gut als Erstlingswerk und waren Thema des Workshops.
 
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Astrid Bauer begrüßt die Teilnehmer und gibt Einblicke in die Hardangerstickerei. Aus den Vorlagen suchten sich die Teilnehmer ein Muster, sowie die Farbe des Stickgarns aus.  
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Während die einen noch über die Theorie grübeln, sind die anderen schon fleißig am Sticken. Bei der Hardanger Stickerei muss man schon sehr genau sein. Und passiert dennoch ein Fehler, wird aufgetrennt. Aber auch das will gelernt sein.  
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Der erste Teil ist geschafft. Der Rahmen ist fertig gestickt und die Löcher ausgeschnitten. Nun kann es ans Ausfüllen gehen. Das erste Stück ist fertig und ein zweites schon begonnen. Der Stoff ist ausreichend für drei Passepartoutkarten.  
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Voller Eifer sind die Teilnehmer dabei, und es wird sich über das Sticken ausgetauscht. Die Männer trauten sich doch nicht so recht ans Sticken und zogen Kaffee und Kuchen vor.  
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Und noch ein fertiges Stück wird stolz präsentiert. Dieses muss nun, passend für die Karte, noch zurecht geschnitten werden. Hier ein Beispiel für eine Weihnachtskarte. Links das angefangene Stück und rechts das hübsche fertige Ergebnis.  
     
Voraussichtlich Anfang Februar (genauer Termin wird rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben) wird es einen weiteren Workshop geben. Traut euch und überwindet eure Scheu vorm Sticken. Es ist gar nicht so schwer und macht, vor allem in gemütlicher Runde, einfach riesigen Spaß.  
     
Text und Fotos: © Daniela Frank    

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