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"Rettet die Rentiere", unter diesem Motto kündigte das norwegische Landwirtschaftsministerium die Abschussfreigabe für mehr als 2.000 Rentiere an, wie die dpa berichtete. Grund dafür ist eine schwere Gehirnerkrankung, die bei mehreren Rentieren und Elchen festgestellt wurde und durch die nun ergriffenen Maßnahmen an der Ausdehnung gehindert werden soll.

Rentiere

Es war ein Schock für Norwegen, dass sich die bisher nur in Nordamerika in Südkorea vorkommende Hirnkrankheit nun auch auf europäischem Boden aufgetreten ist. Chronic wasting disease -kurz CWD- heißt diese Krankheit, die der BSE-Erkrankung bei Rindern sehr ähnlich ist; beides sind Prionenerkrankungen.

Bereits im April 2016 wurde erstmals CWD bei einem Rentier in den Bergen zwischen Hemsedal und Lærdal festgestellt. Als Konsequenz wurden seitdem mehr als 11.000 Proben bei Rentieren, Elchen und anderem Rotwild entnommen. Die Bilanz: die unheilbare Krankheit wurde bei zwei weiteren Rentieren im Nordfjella und zwei Elchen in Sørtrøndelag festgestellt, womit die Gesamtzahl der Fälle auf fünf Anstieg.

Die einzige Möglichkeit, effektiv und nachhaltig gegen diese Krankheit vorzugehen, ist der Abschuss der gesamten Herde. Doch dieses Unterfangen ist wegen der großen und sich überschneidenden Gebiete keine leichte Aufgabe. Mit der Abschussfreigabe von rund 2.200 Rentieren in den Bergen zwischen Oslo und Bergen hofft das norwegische Landwirtschaftsministerium einen Fuß in die Tür zu kriegen und so die gesunden Rentiere vor einer Ansteckung zu schützen.

10. Mai 2017


 


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