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Johanna Wanka, die deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat sich am 29. und 30. September mit ihrem norwegischen Pendant, Minister Torbjørn Røe Isaksen, zum bildungspolitischen Dialog in Berlin getroffen. Beide Länder wollen ihre Kooperation intensivieren.

Bildungsdialog

 (Quelle: BMFB)

Zwar ist Norwegen nicht Mitglied der Europäischen Union, jedoch ist es insbesondere im Bereich Forschung und Bildung sehr eng mit den anderen europäischen Staaten verbunden. Dies zeigt sich vor allem in den Programmen ERASMUS, das Studenten die Möglichkeit bietet eine Zeit lang im Ausland zu studieren, und Horizont 2020, das europaweit Innovation und Entwicklung fördern soll.

Im akademischen Jahr 2013/2014 schwärmten insgesamt 1.666 norwegische Studenten und weitere 713 Lehrpersonen und Wissenschaftler an andere Universitäten in Europa aus. Deutschland war dabei nach Großbritannien bei der Beliebtheit auf dem zweiten Platz. In der anderen Richtung kamen im gleichen Jahr 4.806 Studenten und weitere 657 Lehrpersonen und Wissenschaftler aus anderen europäischen Ländern nach Norwegen. Hier war Deutschland mit rund 25% das Land mit dem größten Anteil.

Sowohl Ministerin Wanka wie auch Minister Isaksen unterstrichen in ihren Reden die bereits gute Zusammenarbeit der beiden Länder, die sie als die innovativsten in Europa bezeichneten. Besonderen Fokus legten sie dabei auf die Polarforschung und die Meeresbiologie, wo die Zusammenarbeit bereits sehr gut funktioniert.

Beide sehen allerdings auch Potenzial für einen weiteren Ausbau der Kooperation. Johanna Wanka nannte in diesem Zusammenhang den großen Vorsprung Norwegens in der Elektromobilität als Vorbild für Deutschland. Jede dritte Neuzulassung in Norwegen ist inzwischen ein Hybrid- oder reines Elektrofahrzeug. Von norwegischer Seite ist die sogenannte „Deutschlandstrategie“ zu nennen, die sich zum Ziel gesetzt hat bis zum Jahr 2030 mit einem hohen Einsatz an Forschungsmitteln die Kontakte und Kooperationen zwischen Deutschland und Norwegen besonders in den Bereichen Energie, Klima und Umwelt zu intensivieren.

Da dies auch über persönliche Erfahrungen und Kontakte, wie beispielsweise das ERASMUS-Programm, erfolgen soll, ist auch das Engagement des Deutsch-Norwegischen Jugendforums eine Erwähnung wert, das sich für den jugendlichen Austausch der beiden Länder einsetzt. Dieses feierte unlängst sein 10-jähriges Bestehen, zu dem unter anderem der DNF-Vorsitzende Franz Thönnes und Europa-Staatssekretär Michael Roth gratulierten.

Viele Schritte also hin zu einer stärkeren und engeren Kooperation zwischen Deutschland und Norwegen.

03. Oktober 2016



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